Was sind Concert Toms und wo werden sie verwendet?

  • Im Sonor Drumkonfigurator (https://sq2-drumsystem.com/) kann man "Concert Toms" auswählen. Sie sehen aus wie normale Toms nur ohne Resonanzfell. Es ist wahrscheinlich das Tom Äquivalent zur Gong Drum.
    Wofür benutzt man diese? Wozu nutzt ihr diese? Was ist der Unterschied zu normalen Toms (Ein offenerer Sound?)?


    Ich frage, weil ich sie noch nie gesehen habe. Im Gegensatz zu z.B. Gong Drums oder Octobans. Die findet man öfter vor.

    Speed ist alles!

  • Hi,


    Concert Toms klingen in der Regel trockener (es fehlt eben die Resonanz vom zweiten Fell). Die waren in den 70ern / 80ern recht populär, zwischenzeitlich aber recht verpönt. Mittlerweile kommen sie ein wenig wieder. Es gibt sie also wieder explizit zu kaufen und der eine oder andere Schlagzeuger (z.B. Taylor Hawkins / Foo Fighters) benutzt sie auch.
    Es sind einfach Toms ohne Reso-Fell. Gong-Toms haben eine andere Fellauflage, das ist nicht so richtig vergleichbar.


    Mit normalen Toms ist man natürlich deutlich flexibler. Da kann man das Resofell auch kurzfristig einfach weglassen (oder durch ein meshhead ersetzen), an Concert-Toms kann man aber nicht mal schnell eins dran machen.

    "Just beat the devil out of it." - Bob Ross

  • Hi,


    Concert Toms klingen in der Regel trockener (es fehlt eben die Resonanz vom zweiten Fell). Die waren in den 70ern / 80ern recht populär, zwischenzeitlich aber recht verpönt. Mittlerweile kommen sie ein wenig wieder. Es gibt sie also wieder explizit zu kaufen und der eine oder andere Schlagzeuger (z.B. Taylor Hawkins / Foo Fighters) benutzt sie auch.
    Es sind einfach Toms ohne Reso-Fell. Gong-Toms haben eine andere Fellauflage, das ist nicht so richtig vergleichbar.


    Mit normalen Toms ist man natürlich deutlich flexibler. Da kann man das Resofell auch kurzfristig einfach weglassen (oder durch ein meshhead ersetzen), an Concert-Toms kann man aber nicht mal schnell eins dran machen.


    So kannte ich das bisher auch, bis ich vor ein paar Wochen hier drüber gestolpert bin.


    https://www.thomann.de/de/tama…935ae101b009d14c68150da88

    Wenn bei Stiftung Wahrentest ein Dildo mit Befriedigend bewertet wird, ist das dann Sehr Gut?



    Suche 24"x16" BD Tama Granstar II mit Rosette

  • Hallo,


    sogenannte "Concert" Toms sind entweder welche fürs Konzert ("klassisch")
    oder eben die Dinger ohne Fell unten. Wie das klingt, kann man leicht aus-
    probieren: man macht mal das Fell unten ab (und ggf. noch irgendwelche
    scheppernden Metallteile, die dazu da waren, es zu halten), dann klingt es
    wie ein Tom ohne Fell unten.


    In den 1970er Jahren war das mal schwer in Mode, wer da die ein oder
    alte Aufnahme hört, könnte so etwas hören.


    Ein echtes Gong-Tom (Tama) ist ein Kessel mit einem zwei Zoll größeren Fell.
    Das erfordert eine Spezialanfertigung hinsichtlich Böckchen und eigentlich
    auch ein Spezialfell, denn es soll paukenartig klingen.
    Die meisten "Gong"-Toms sind normale Trommeln mit nur einem Fell, oftmals
    eine einfellige Bass Drum. Auch das war früher mal beliebt.


    Der Klang ist direkter und tonaler und ja, auch trockener in den meisten
    Anwendungen. Durch die doppelte Befellung klingt eine Trommel immer etwas
    unrein, oftmals gewollt modulierend, der Ton vom Schlagfell wird durch die
    andere Stimmung des Resonanzfells nach oben oder unten gezogen. Die
    wenigsten Trommeln werden ja perfekt resonant gleich gestimmt. Bei einer
    einfelligen Trommel funktionieren solche Effekte naturgemäß nicht, der
    Ton wird klarer. Durch die meist verwendeten Felle kommt die Fokussierung.
    Mit einem nicht gedämpften Fell kann so ein einfelliges Instrument erstaunlich
    lebendig klingen, allerdings durch den schnellen Luftabzug im Vergleich zu
    einer doppelt befellten Trommel (je nach Stimmung) meist kürzer.


    Einfach mal ausprobieren, früher hat man gerne bei den kleinen Tom-Toms
    auf das zweite Fell verzichtet, da würde ich einfach mal beim kleinsten
    etwas abmontieren und zuhören.


    Grüße
    Jürgen


    PS
    Ich persönlich nutze "Concert Toms" derzeit in 6"x5,5" und 8"x5,5" an meinem Set
    im Proberaum. Die anderen Trommeln sind Tom-Tom 13"x11" und 16"x16" (Standtom),
    24"x16" Bass Drum, 14"x6,5" Snare Drum.
    Ansonsten habe ich ebenfalls einfellige sogenannte "Roto"-Toms, aber das ist eine
    andere Geschichte.

    Einmal editiert, zuletzt von Jürgen K ()

  • Hi,


    Concert Toms gibt's z.B. an meinem Gretsch Set aus den 70ern: 12" und 13" (ich hätte gerne mehr), die Standtoms sind normal befellt (16" + 18") ;) Und natürlich (und mich wundert, das meine geschätzten Kollegen das nicht schon erwähnt haben) bei Phil Collins: https://www.youtube.com/watch?v=dYV6KZpnEak


    Frohes trommeln
    Willi

    "Ein Mann ist noch nicht richtig betrunken, wenn er auf dem Boden liegen kann, ohne sich festzuhalten." (frei nach Dean Martin)

  • Auch wenn Phil Collins der wohl bekannteste Spieler von Concert Toms ist, hört man den typischen Sound bei seinen Live-Gigs nie wirklich, weil das völlig durchgetriggerte Zeug immer total anders rauskommt.
    Phil hat außerdem im Gegensatz zu vielen anderen Kollegen seine Trommeln nicht gedämpft (einlagig, clear) und außerdem etwas höher gestimmt:
    https://www.youtube.com/watch?v=VeZnZfxGKvg
    Sehr cooler Groove übrigens, der auch irgendwie erklärt, warum so manch namhafte Altprogger á la Bruford, Palmer & Co. mich nie angefixt haben.


    Der Pierre Moerlen Link trifft den Nagel ziemlich auf den Kopf, ziemlich geiles Zeug - da bekommt man gleich wieder Bock auf sowas... ^^

    Das ist fein beobachtet!

  • Hi,


    Concert Toms klingen in der Regel trockener (es fehlt eben die Resonanz vom zweiten Fell). Die waren in den 70ern / 80ern recht populär, zwischenzeitlich aber recht verpönt. Mittlerweile kommen sie ein wenig wieder. Es gibt sie also wieder explizit zu kaufen und der eine oder andere Schlagzeuger (z.B. Taylor Hawkins / Foo Fighters) benutzt sie auch.
    Es sind einfach Toms ohne Reso-Fell. Gong-Toms haben eine andere Fellauflage, das ist nicht so richtig vergleichbar.


    Mit normalen Toms ist man natürlich deutlich flexibler. Da kann man das Resofell auch kurzfristig einfach weglassen (oder durch ein meshhead ersetzen), an Concert-Toms kann man aber nicht mal schnell eins dran machen

    Zu den 70ern fällt mir da Mick Tucker von Sweet ein. Ich glaube hier nutzt er Concert Toms: https://www.youtube.com/watch?v=W0mqfDwKGQM

    Speed ist alles!

  • So kannte ich das bisher auch, bis ich vor ein paar Wochen hier drüber gestolpert bin.


    https://www.thomann.de/de/tama…935ae101b009d14c68150da88


    Vielleicht ist das ein Fehler vom T?
    Bei den Paiste 2002er Crashes stand vor Jahren auch immer "Splash" in der Beschreibung.
    Bis hin zu den großen 22" Crashes.
    Das fand ich lustig.
    Trotzdem habe ich dann mal eine Email dorthin geschickt und darauf ausmerksam gemacht.
    Kurze Zeit später stand bei den Crashes tatsächlich "Crash" statt "Splash".
    :D

  • Kleiner Hinweis:
    Toms bei denen man das Resofell nebst Spannring abmontiert und nur das Schlagfell nutzt, sind KEINE Concerttoms, sondern eben einfach Toms bei denen man Spannreif und Resofell abgenommen hat, die aber noch die entsprechenden Böckchen zur Montage eines Resonanzfelles aufweisen und eine Gratung auf Resofellseite.


    Ein Concerttom kann man ohne Trommelbauer nicht zu einem regulären Tom-umrüsten (eben da sie Böckchen auf Resoseite gar nicht aufweisen und allermeist auch keine Gratung auf Resofellseite haben).


    Reguläre Toms kann man hingegen aber durch Abnahme des Resofelles nebst Spannnreif durchaus! wie Concertoms einsetzen/klingen lassen. (eine andere Variante war früher zig-tausendfah das Resofell auszuschneiden. Dann konnte man formvollendet den Spannreif `dranlassen, bzw. schloss Beschädigungen der GRatungen beim hastigen Abstellen der Resoseite aus, hatte aber trotzdem den Attack-geprägten Klang der normalerweise mit Concert-Toms assoziiert ist und konnte zusätzlich von unten und somit INNEN mikrofonieren ohne nennenswerte Klangeinstreuung von anderen Klangquellen (z.B. Becken, andere Trommeln etc.).


    Klingt wie Haarspalterei, ist aber wichtig zu wissen, da immer wieder Irritationen zu den Begriffen und den Anwendungen und "Umwandlungen" der Trommeln auftauchen.


    Wir Veteranen aus dem dreissigjährigen Krieg hatten das früher eben alles durchexerziert, darum erinnern wie alle Optionen so genau.

  • Beim Ausschneiden des Resofells, wie viel sollte man da aussen vom Fell mindestens als "Ringbreite" stehen lassen.
    Weil beim kompletten herausschneiden würde ja die Trommel durch den Spannreifen "durchtauchen" und der Spannreifen nicht auf Höhe der Gratung zum liegen kommen,
    sondern, zumindest Fest geschraubt, auf den Böckchen, oder lose als Rassel auf flatternden Schrauben "rum hängen".


    Funktioniert dass auch bei/mit sehr dünnen Resofellen, speziell bei zu wenig breite des verbleibenden Äußern Fell Rings.
    Kann man da noch genügend Spannung auf die Felle geben trotz des Großen Ausschnitts und es im vergleich gering stehn bleibenden Fells, so das da Nix,
    besser, speziell kein Spannreifen inkl. Schrauben, evtl. beginnt irgendwie, oder auch in Resonanter Form zu Schwingen oder "Scheppern".


    Steifere Resofelle wären zum Ausschneiden vermutlich besser geeignet , evtl. sogar ein dickes/Starkes Schlagfell. ?(

    ich höre immer du musst, du brauchst.....ist "modern", "out", "in", "trendy" und so....
    ich mach`s wie`s mir passt, schei.. auf die Säue, die laufend sinnbefreit durch
    die Dörfer getrieben werden.



  • Es reichen tatsächlich wenigste Zentimeter, so das die Holzlagen und ein Hauch mehr abgedeckt sind...


    Zuuuu viel mehr Fellmaterial übrig zu lassen (also ähnlich einem sehr kleinen Bass-Drum-Frontfellauschnitt) ist dann allerdings auch nicht immer gut, da mitunter (die Hoops und Stimmschrauben sollen ja nicht "surren" ;-)) unter Spannung des verbleibenden Resofells unschöne Obertöne auftreten können bzw. doch wieder so etwas wie eiune angedeutete (und nun ja ungewollte!) Interaktion zwischen Schlagfell und Reso-"Fellrest" auftrit. Zwar für die meisten Ohren kaum hörbar, aber ich mochte es nicht. Deswegen besser eher wenig vom Felle lassen, da zusätzlich dann ja auch jegliche Innenmikrofonierung umso konfortabler wird, je größer der "zugangsfreie" Durchmesser unten ist.


  • Guten Morgen,


    T hat da anscheinend nichts falsch gemacht. Die gibts wirklich.


    https://www.tama.com/eu/products/category/concert/


    Unter den Snares kommen gleich die Concert Toms.


    Grüße

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  • Hallo,


    wie schon jemand oben gesagt hat, gibt es auch Leute, welche Tom-Toms
    für den klassischen Konzertbetrieb als "Concert-Toms" bezeichnen.
    Tama hat offenbar diesen Markt nun für sich entdeckt.
    Üblicherweise ist das Hauptmerkmal solcher Trommeln, dass sie konservative
    Farben tragen und einzeln erhältlich sind.


    Darum ging es hier aber nicht, da die von Sonor angebotenen Trommeln
    so bezeichnet werden, weil ihnen unten etwas (oder einiges) fehlt.


    Da die Begrifflichkeiten weder normiert sind, noch sich jemand Namensrechte
    hat sichern lassen, kann natürlich jeder erzählen, was er will.


    Bei diversen Aufnahmen aus dem Internet sollte man beachten, dass da
    möglicherweise (um nicht zu sagen: immer) etwas in der Peripherie geschraubt
    wurde, nebenbei ist die Abnahme von unten zwar praktisch und auch mal
    üblich gewesen, aber weder verpflichtend noch erforderlich, auch der schon
    zitierte Herr C. ist schon mit Mikrofonen oben wie unten erschienen. Nebenbei
    duellierte er sich oftmals auch noch mit Herrn T., der bei gleicher Gelegenheit
    "normale" Tom-Toms im Einsatz hatte, wen es interessiert:

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    Ansonsten hat ein Kollege aus dem Norden mal an seinen Trömmelchen geschraubt
    und uns diese Erkenntnisse geschenkt:

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    Und wer wissen will, warum man immer so viele davon braucht (gleich am Anfang):

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    Ja, inzwischen ist auch dieser Mann bekehrt und trommelt mit dem Zweiten (besser).


    Grüße
    Jürgen

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