Welche Snare für mein Set?

  • Kurz OT:


    Interessant, beim Blindtest habe ich das B/B mit dem normalen Starclassic verwechselt, aber das Superstar Hyperdrive war mir sofort klar, vor allem das 12er Tom.


    Davon abgesehen finde ich Hyperdrive Toms furchtbar, aber genug OT und meine persönliche Meinung. :D

  • Also ihr könnt mich schlagen, aber ich komm bei dem blindTest zu einem anderen Ergebnis:


    Das Performer und das Hyperdrive ähneln sich einigermaßen. Das Starclassic Maple sticht mE klar heraus. Ob man den Sound dann mag oder nicht, steht wieder auf einem anderen Blatt.


    Aber mit dem StarC Maple hat Tama imho etwas eigenständiges entworfen, was sich definitiv von anderen Herstellern oder Linie. unterscheidet. Der Sound der Toms ist schon ziemlich speziell, wie ich meine.

    "Pommes/currywurst hat einfach seine eigenen Gesetze."
    (c) by frint / 2008


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    vorstellen!" (c) by Lippe / 2006

  • Guten Morgen,


    ob eine Trommel gut oder nicht so gut klingt, hängt von den Fähigkeiten des Bedienungspersonals einerseits und dem Produkt in Gänze andererseits ab.

    Dazu kommen Geschmacks- und vor allem Anwendungsfragen.

    Bei der Kesselstärke gibt es nach unten und eigentlich auch nach oben Grenzen. Wenn die Trommel instabil wird, ist das ungünstig. Deshalb ist es nicht sinnvoll, wenn der Kessel in sich schwingt. Wenn die Trommel als Ganzes schwingt, ist das etwas ganz anderes.

    Auch das ist in der Popularmusik eigentlich gar nicht wirklich gewollt.

    In den 1970ern waren trockene Klänge en vogue, da durfte man auch noch abkleben. In den 1980ern kamen die Schwingungsfanatiker und hängten Standtoms auf und natürlich alles auf Bims, pardon: R.I.M.S.

    Seitdem kann keine Trommel mehr ohne ein angebliches Freischwingsystem verkauft werden. Dennoch kamen die Standtoms wieder zurück, es wurden dann sogar Hängetoms zu Standtoms verarbeitet.

    Kessel waren mal kurz, mal lang, mal mittel, mal irgendetwas irgendwo dazwischen und auch mal besonders kurz. All das ist Mode.


    Auch beim Klang ist die Mode ein wesentlicher Faktor.

    Wenn man im Sinfonieorchester steht, im Jazz-Club oder auf der Kirmes im Bierzelt,

    im Jugendzentrum beim Punk oder in der Festhalle beim Top-40-Pop, auf der Wiese oder in der Bahnhofshalle ...

    überall klingt es anders.

    Und ja, es gibt Instrumente, die man überall einsetzen kann und solche, wo man doch etwas zurückhaltender wäre.


    Grüße

    Jürgen


    (24" geht immer)

  • Zitat

    Klingen Schlagzeuge mit dickeren Kessel besser oder nur anders?

    Ich muss ehrlich gestehen, dass mir die Klangunterschiede zwischen dicken und dünnen Kesseln lediglich bei den kleinen Toms (10", 8") manchmal auffallen. Bei dicken Kesseln (sagen wir mal ab 7,5mm aufwärts) klingt das 10er schon manchmal perkussiv. Bei meinem Pearl SBX (7,5mm Birke) war der Effekt so stark (das 10er Tom war im Vergleich zu den restlichen Toms derart knallig und laut), dass ich es irgendwann verkauft habe - es gab aber auch noch andere Gründe. Auch bei anderen Sets mit eher dicken Kesseln ist mir das aufgefallen (Sonor Force 3000 & Phonic).


    Die meisten Sets heutzutage kommen mit (Tom-)Kesseln irgendwo zwischen 5 und 7mm. Ich finde, damit kann man alles spielen. Entscheidend sind - wie bereits gesagt - ordentliche Felle und manchmal auch die Spannreifen. Ich würde mir da nicht so viele Gedanken machen. Kauf ein Set, das von den Größen passt und gut aussieht.


    Edit: Zum Starclassic Maple: Auch da fand ich die Toms immer sehr formbar in jegliche Richtung.

  • Ich kann dem Blindvergleich überhaupt nichts abgewinnen.

    Zum einen, weil ich den Klang aller Toms da relativ besch...eiden finde. Das liegt aber daran, wie die Drumsets benutzt wurden - zu einem erheblichen Teil sicher auch an der tontechnischen Umsetzung.

    Zum anderen habe ich bisher mit sehr geringen Mitteln gearbeitet und - abgesehen von Snares - bin ich da mittlerweile auch etwas abgehärtet, denk ich. Denn wenn die Trommeln gut verarbeitet sind spielen da viele andere Faktoren ein viel deutlicheres Gewicht. Wie es am Ende klingt, hängt halt vor allem von den Menschen ab, die die Felle aussuchen, stimmen, spielen, aufnehmen und mixen. Bzw. anders gesagt - es hängt davon ab, wie die Trommeln benutzt werden.


    Die Wahl der Mikros spielt auch noch eine erhebliche Rolle. Besonders krass finde ich das bei "modernen" Bassdrumsounds, wo mitunter stark färbende Bassdrummikros meistens in der Trommel oder im Resoloch stehen oder auch liegen. Ob man da jetzt ein MD421, SM57, ein Grenzflächenmikro oder eben D112, Beta 52, D6 usw. nimmt färbt den Klang weitaus deutlicher als die meisten gebräuchlichen Bassdrums aller Preisklassen selbst.


    Nu mach mal halblang ... ich bin Abi-Abbrecher und hab nicht studiert. So what?

  • ich bin Abi-Abbrecher und hab nicht studiert.

    Dann benehme äh schreib auch so ;) . ne scherz . Respekt vor deinem Fachwissen, echt!

    Ich würde mir da nicht so viele Gedanken machen. Kauf ein Set, das von den Größen passt und

    Ich hab doch eins. Es gab zwar mal ne Ehekrise damit , wir haben uns aber ausgesprochen. Ich glaube ich bleibe mit meinen Silverstar bis ans Ende meiner Tage zusammen. Von daher, bin ja zufrieden.

    Und mir geht es nicht um eine Kaufentscheidung sondern auch nur ums Wissen an sich.. Klar, es gibt wichtigere Themen aber mich interessiert sowas halt.

    Die Wahl der Mikros spielt auch noch eine erhebliche Rolle.

    Ich habe mal mit einen Schlagzeugbauer telefoniert. ich weiß nicht mehr wer es war. Der meinte ein Schlagzeug ist kein akustisches Instrument.

    24" geht immer

    Aber die Positionierung der Toms :?: zumal bei den früheren immer auch größere Toms dabei waren.

  • Ich finde manches wird schon übertrieben diskutiert. Wie tief eine Trommel klingt, hängt maßgeblich vom Durchmesser ab. Dünne Kessel unterstützen - so meine Erfahrung - die Möglichkeit, einen sehr tiefen und sauber klingenen Ton aus Trommeln herauszukitzeln bei entsprechender Befellung und erforderlichen Stimmkünsten - vorausgesetzt, der Kessel ist auch gut gearbeitet. So ist die Theorie und sie ist ja auch schön und gut. Aber: Die Praxis relativiert all die teils esoterischen Diskussionen.


    Jede Trommel kann hoch, mittig oder tief gestimmt werden. Insofern muss man gar nicht solche Fragen stellen, wie z.B. welches Drumset kaufen, wenn man eine tiefe Stimmung will - oder - welche Kessel lassen sich besser hoch stimmen. Alle lassen sich in ALLE Stimmungen hoch - mittig - tief stimmen. Ob einem der Klang zusagt, ist dann eine rein subjektive Geschichte. Ich kann nur sagen, dass ich den Klang von dicken Kesseln nicht mag. Dünne hingegen sagen mir klanglich viel mehr zu. Klingt für mich einfach wärmer, harmonischer. Aber wie gesagt, das ist alles subjektiv. Objektiv betrachtet mag ich dünner Trommelkessel deswegen lieber, weil sie leichter sind. Ich mag nicht, schweres Zeug zu schleppen. Bin da inzwischen faul.


    Aber zurück zu hoch- tief: Ich kann meine beiden Starclassics in jede gewünschte Stimmung tunen - hoch jazzig, mittig unviversal oder tief-bollerig. Überhaupt kein Problem. Selbiges kann ich auch mit dem SIlverstar machen. Selbiges konnte ich auch mit diversen anderen Sets schon durchexerzieren. Es ist kein Hexenwerk. Und ob es nun am Ende die Trommel von Hersteller XYZ etwas höher als die andere klingt bei gleicher Fellspannung ist ehrlich gesagt völlig irrelevant. Es interessiert im Publikum keinen, es interessiert von den Mitmusikern keinen. Und auch dem Drummer selbst kann es sowas von egal sein. WIchitg ist, dass der Gesamtklang stimmt. Be-Bop-Stimmung wird in einer Hardcore-Truppe eher kurios wirken, ebenso ein tiefgestimmtes Set für Stoner Rock in einer Bossanova-Truppe. Aber ob das eigene jazzdrumset nun einen viertelton höher als das andere gestimmt ist, ist total Banane.


    Und bzgl. "24" gehen immer". Für 'ne Eigenbau-Hausbar vielleicht. *hust* Für so manch anderes - so meine Erfahrung - definitiv nicht. *hust*

    "You don't have to show off" - Peter Erskine

  • Ich finde manches wird schon übertrieben diskutiert.

    Durchaus. :) Wir sind ja auf diese Schiene auch nur gekommen, um dem TS (den es mittlerweile nicht mehr interessiert) aufzuzeigen, woran es alles liegen kann, dass seine Snare nicht so klingt wie gewünscht.

    Einen Teil unserer Diskussion bestätigt deine Erfahrung offenbar:

    Dünne Kessel unterstützen - so meine Erfahrung - die Möglichkeit, einen sehr tiefen und sauber klingenen Ton aus Trommeln herauszukitzeln

    Aber ich gebe dir völlig Recht:

    Jede Trommel kann hoch, mittig oder tief gestimmt werden.

    Denn, man mag es mir nach der Diskussion vielleicht nicht glauben, ich besitze den Tunebot, sage der zugehörigen App meine Kesseldurchmesser (nicht mal Dicke oder Material ^^ ) und dass ich eine tiefe Stimmung bevorzuge und wenig Resonanz haben will, und dann stimme ich Schlag- und Resofell exakt so, wie die Tunebot-App es mir sagt. Ich bin nämlich faul, was Experimente angeht, und mit dem Tunebot habe ich gute Erfahrungen gemacht. Denn, und das stimmt ebenfalls:

    Es interessiert im Publikum keinen, es interessiert von den Mitmusikern keinen. Und auch dem Drummer selbst kann es sowas von egal sein.

    Das ist manchmal echt schade, aber so ist es eben.

    Four on the floor sind zwei zu viel.
    SONOR Vintage Series: 22" BD; 14" Snare-Drum; 12", 13" TT; 14", 16" FT
    PAISTE 2002 Big Beat: 15" HiHat; 18", 20", 22" Multi, 16" PSTX Thin Crash, 14" Stack aus PST7 China und 14" PTSX Thin Crash

    VIC FIRTH 5A American Classic Hickory, REMO Ambassador Coated

    >> Mein Vorstellungsthread

  • Wir sind ja auf diese Schiene auch nur gekommen, um dem TS (den es mittlerweile nicht mehr interessiert) aufzuzeigen, woran es alles liegen kann, dass seine Snare nicht so klingt wie gewünscht.

    Nö, ich glaube da bin ich wohl Schuld dran. Ich habe glaube ich die Diskussion, dahin gelenkt wo sie jetzt ist.

    Und auch dem Drummer selbst kann es sowas von egal sein.

    Nochmal nö.Denn, wenn ein sagen wir mal Anfänger im Laden geht oder sich sämtliche Test`s auf Bonedo anschaut oder oft zu hören bekommt

    Das man ( natürlich spielen hier auch anderen Faktoren eine Rolle) ein gut gebautes Drumset daran erkennt das es sich gut stimmen lässt

    sowohl tief- mittig und hoch dann ist es nicht so irrelevant. Man hört ja erst mal auf jemanden der Ahnung hat wenn man noch ein Grünschnabel ist.

    WIchitg ist, dass der Gesamtklang stimmt

    Natürlich !!!!. Das ist absolut entscheidend.


    Abgesehen davon lieber Moe, hat es noch ein paar andere Gründe gehabt warum ich da so nachgefragt habe, ist aber nicht so wichtig

    das ich es hier schreibe,.:)

    Allg. betrachtet finde ich das Thema trotzdem spannend auch wenn man diese Diskussion für lächerlich, oder übertrieben hält.

    Wenn es danach geht müsste man 10 Jahre Drummerforum mal aufräumen und aussotieren, denn es waren einige Themen wo auch ich gedacht habe, "Meine Güte" das geht ja deratig in`s Detail... muß doch mal gut sein. :wacko:


    Das schöne ist doch das für jeden etwas dabei ist, keiner muß es lesen und keiner ist gezwungen sich an Themen zu beteiligen, die einen nicht interessieren. Soll heißen, das Forum ist bunt und für jeden ist was dabei :) .

    Und ich muß auch sagen, das gerade ich als Anfänger, der vor ca. 10 jahren nur mitgelesen hat sehr viel von Jürgen K, Trommla allen anderen und auch von Dir gelernt habe. Gerade auch was so manche Kaufentscheidung, betraf.


    Deswegen bin ich froh das auch du dich zu diesen Thema geäußert hast.

    Und das meine ich ohne geschleime sondern so wie es ist. 90% meines Wissens habe ich aus diesem Forum !!!.

    Von daher finde ich diesen Thread gar nicht so schlecht.

  • Die Zusammenhänge zu verstehen ist schon wichtig, und Praxis funktioniert ohne ein bisschen Theorie meist auch nicht (z.B. Stimmen).


    Ich finde allerdings, dass man sich grundsätzlich eher damit beschäftigen sollte, wie man sein Equipment bedient statt sich mit dem Equipment selbst und dessen Auswahl zu beschäftigen. Natürlich ist vernünftiges und passendes Equipment wichtig, das ist die Grundlage. Aber ob man nun Trommeln aus Birke oder Ahorn, Toms mit 5 oder 7 mm Kesseldicke, Flansch- oder Gussreifen, 30 oder 45° Gratungen spielt - all das interessiert letztendlich keinen, wenn die Dinger nicht richtig zum Klingen gebracht werden. Sowohl was Stimmung und Performance angeht. Ein guter Drummer kriegt mit jedem brauchbaren Set was Vernünftiges zu Stande.


    Was Mitmusikern und auch dem Publikum nämlich ganz und gar nicht egal ist (bzw. sein sollte :S ), ist, wie man spielt und grundsätzlich klingt. Es macht halt einen Unterschied ob ein Schlagzeug mit Jahrzehnte alten, völlig durchgenudelten, tot gedämpften und nie richtig gestimmten Fellen bestückt ist, auf denen untight rumgekloppt wird, oder ob sich der Drummer um seinen Sound und seine Performance kümmert.

  • m_tree UND Moe Jorello ich geb euch ja Recht das mein Anliegen ein gewisses Randthema ist. Und das man sich eher mit spielen und anderen Sachen auseinandersetzen sollte. Volle Zustimmung.... Ja, ...dann erkläre doch nochmal kurz warum ich gerne über so etwas was Rede :) .


    Für mich steht natürlich Schlagzeug spielen an erster Stelle. Egal ob Jammen, in einer Band, -zu Songs spielen oder Rumdaddeln. Spielerisch neues entdecken

    Von Reggae bis Jazz , was ich überhaupt nicht kann, mir geht da einer bei ab So! Punkt.


    Aber für mich gibt es da noch eine zweite Leidenschaft, Das "Drumherum". Ich schaue mir total gerne andere Schlagzeuge an. Ob bei Produktiv ,Ebay oder sonst wo. Set`s in versch. Finishes, Konfig, egal ob Vintage oder Neu. Ich interessiere mich für Trommelbau, Klangeigenschaften, Hölzer und deren Beschaffenheiten usw..

    Das kann man vergleichen mit einem Autofreak der Spaß am fahren hat aber auch zu Opeltreffen geht, sich versch. Motoren anschaut, also das große Ganze.

    Ich bin halt ein wenig Schlagzeug verrückt, viell. auch ein wenig übertrieben. Gehe auch immer analytisch an Sachen heran und zerdenke auch vieles.

    Teils aus Leidenschaft teils wegen meines Charakters.


    Da dieses Forum mir das bietet müsst ihr leider dafür herhalten :P . Ich habe doch sonst keinen ;( mit dem ich mich darüber austauschen kann.

    Meine Freundin schüttelt auch nur mit dem Kopf, habe Sie schon dahin gebracht ein Set zu bevorzugen. Tama Superstar Biene. Das Dark-Dessert Burst. Mehr habe ich bei ihr nicht erreichen können. Der Rest vom Freundeskreis hat leider andere Hobbys.


    Mein einziger Drummerkollege ist leider ausgewandert, man was haben wir beim Kaffee Fachgesimpelt, das vermisse ich. Nun, ich hoffe ihr verzeiht mir meine kleinen "Nachdenklichen Verrücktheiten".

  • Grundsätzlich ist es überhaupt nicht verkehrt, sich in die Materie einzuarbeiten, die Differenzen, Möglichkeiten und Limitierungen diverser baulicher Komponenten zu vergegenwärtigen. Derjenige, der weiß, welche Eigenschaften dicke oder dünne Kessel oder Spannreifen und Holzsorten auf das Spielgefühl und den Gesamtklang haben, der weiß, was ihm liegt und kauft entsprechend .. und verbrät weniger Geld in "unpassendem" Equipment. Ich denke, jeder von uns hätte sich gewünscht, viel mehr über die Gesamtmaterie zu kennen, bevor wir uns den einen oder anderen teuren Fehlkauf geleistet haben. Ein gewisser Grad an Nerdiness ist da nicht verkehrt und ich wäre der letzte, der behaupten würde, ihm wäre das alles von Beginn an völlig egal gewesen.


    Ich habe auch viel experimentiert, mich in die Materie eingearbeitet, durch testen und noch mehr testen meinen Erfahrungsschatz beständig erweitern können und ich weiß ziemlich genau, was ich mag und was nicht und ich kann - meinem sehr sehr präszisen Gehör sei dank - auch Birke von Ahornkesseln bei selber Bauart und Stimmung klanglich im Blindtest unterscheiden. Ich weiß, wie sich hartes Bubinga-Holz auf das Spielgefühl und den Klangeindruck auswirkt. Ich weiß auch, wie es bei Mahagoni und Pappel aussieht. Ich habe mir über die Jahre, will sagen, viel Fachwissen angeeignet. Und auch ein Weile gedacht, die Unterschiede sind deutlich... waren sie auch, sind sie auch - für mich! Nur... wann fällt es einem Bandmitglied schon mal auf, ob du neue Felle drauf hast, ob dein Set tiefer oder höher als sonst gestimmt ist, ob es stärker oder weniger gedämpft ist, ob das nun Ahorn oder Behorn ... äääh Bubinga-Kessel sind. Selbst der Wechsel zwischen einer Alu-Snare und einer Ahorn-Snare fällt den meisten Mitmusikern nicht auf. Will sagen: Wir sollten gewisse Dinge nicht überbewerten. So wie andere Musiker auch. Manche unterschiede im Klang von Gitarren sind auch eher marginal, ob du da nun die Telecaster oder die Stratocaster spielst, ist teils Wumpe, da das Lied mit beiden Gitarren gut klingt - vorausgesetzt, der Musiker kann das Instrument bedieeen. Das ist - egal ob Gitarre, Bass, Klavier, Schlagzeug oder anderes Instrument - das A und O. Und je mehr Effekte ins Spiel kommen, desto mehr wird es unübersichtlich, was da überhaupt für Ausgangsmaterial am Start ist.


    Also: Kurzum: Wer ein gutes Mittelklasseset hat, wie etwa ein Stage Custom, ein Silverstar, ein Gretsch Catalina, ... der hat eine Vielzahl von klanglichen Optionen vor sich und erhält in der Summe auch bessere Qualität, sowohl baulich als auch klanglich, als bei vergleichbaren Sets vor 20/30 Jahren. Wer ein solches Set hat, muss sich im Grunde keine Gedanken mehr über das Set an sich machen, da reißen keine Böckchen, da ist keine scharfkantige Halterung dran, da ist ein entsprechend runder Kessel mit gutem Stimmumfang da. Denn bei Sets um 1000 Euro bekommt man einach keinen Mist mehr (Montagsmodelle/Ausreißer mal außen vor). Da sollte man sich eher Gedanken machen, welche Becken und welche Snare einem am ehesten Zusagen, welche Mikrononierung sinnig ist, wenn überhaupt nötig.

    "You don't have to show off" - Peter Erskine

  • Moe, ich gebe Dir bezüglich der meisten Aussagen in Deinem Rant ja recht. Ich bin selbst sehr davon überzeugt, dass das Equipment zweit, dritt oder noch-später-rangig dafür ist, wie gut ein Drummer klingt oder groovt.


    Das hier, allerdings, kaufe ich Dir nicht ab:

    ich kann - meinem sehr sehr präszisen Gehör sei dank - auch Birke von Ahornkesseln bei selber Bauart und Stimmung klanglich im Blindtest unterscheiden.

    Müssten wir mal ausprobieren.

    Oder haben wir das nicht schon mal getan, in einem der Blind-rate-Threads? ;)

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