American Grip spielen, nur mit Daumen und Zeigefinger möglich?

  • Hei ;)
    ich spiele mit dem German Grip und möchte nun den American Grip erlernen, da ich die Variante sehr oft sehe und außerdem habe ich mir einen weiteren Online-Kurs gekauft von Riccardo Merlini, so wie es aussieht ist er der schnellste Drummer und ich finde seine Technik faszinierend.

    Aber es gibt da ein Problem, der American Grip nur mit Zeigefinger und Daumen ist für mich nachvollziehbar, Mittel, Ring und kleiner Finger berühren den Stick aber haben keine Funktion bei mir, so lässt es sich spielen.

    Der Drummer bei dem ich das Video-Coaching gekauft habe, hält die Hände wie beim American Grip, spielt allerdings mit dem Mittel, Ring und kleinen Finger, wie soll das gehen?

    Denn wenn ich den German Grip spiele mit den hintern 3 Fingern dann schlage ich auf´s Practice Pad, wenn ich jetzt meine Handflächen nach außen drehe (American Grip) und dann die hinteren 3 Finger bewege, schlage ich ja nicht mehr auf´s Practice Pad sondern um 90 Grad versetzt in die Luft.

    Also wie ist es möglich die letzten 3 Finger an der linken Außenseite des Sticks zu halten und dann dabei nach unten zu schlagen? Dafür müsste ich doch theoretisch die 3 Finger unterm Stick halten :wacko:

  • Guten Abend,


    also ...


    1. spiele ich so, wie ich es für das gewünschte Ziel brauche, also im Zweifel alles, aber eben situationsbedingt.


    2. Es gibt viele Trommler, Geschwindigkeit ist meist ein Zeichen für Unmusikalität, egal ob zu schnell oder zu langsam. Genau richtig ist die Kunst, alles andere ist Unvermögen oder sportliche Mathematik.


    3. Ich kann theoretisch mit jedem Griff eine Kleine Trommel oder eine Übungsscheibe treffen, lediglich französisch ist mir hinderlich, a) wegen des Bauchs und b) weil ich dann den Hocker nach hinten schieben müsste.


    4. Der Unterschied zwischen deutsch und amerikanisch ist doch gar nicht so furchtbar weit weg, ich sehe da keine 90°, eher 45°, wenn es schon so messtechnisch sein soll.


    5. Mit jedem Griff kann ich wahlweise die Finger einsetzen oder auch nicht, wobei das völlige Nichtverwenden von den hinteren drei Fingern meiner persönlichen Meinung nach meistens für schlechte Technik oder schlechten Geschmack spricht, aber das ist vielleicht auch Geschmackssache.




    Ich habe das jetzt mal ausprobiert, eigentlich ist der wesentliche Unterschied doch der Winkel in dem die Stöcke auf dem Fell zueinander stehen, von oben betrachtet 90° beim deutschen, ungefähr 45° beim amerikanischen und ungefähr 0° beim französischen. Das Handgelenk ist deutsch oben, amerikanisch halb oben und französisch seitlich. Das lässt sich übergangslos von vorne nach hinten durchspielen, wenn man etwa konstant wirbelt.


    Kann es sein, dass ich das Problem nicht verstehe?


    Grüße

    Jürgen

  • Hmm also unmusikalisch ist ja so eine Ansichtssache, um schnell spielen zu können muss man sich steigern also man fängt langsam an und wird mit der Zeit immer schneller. Aber um langsam spielen zu können muss man nicht schnell spielen können.


    Okay dann sind es eben 45 Grad, der Punkt ist folgender, wenn ich meine Hände um 45 Grad nach innen drehe um die American Grip Haltung einzunehmen und dann anfange zu trommeln, so wie ich es beim German Grip tue, dann treffe ich ja nicht mehr das Practice Pad richtig weil der Stick sich nicht mehr von oben mach unten bewegt, sondern seitlich.

  • Gude Morsche,


    ähm, nein.

    Also bei mir jedenfalls nicht, ich schlage immer nach unten, es sei denn ich will zur Seite schlagen.

    Ja, wenn ich wirklich genauso schlage wie zuvor, also nicht die Richtung ändere (das mache ich automatisch, weil ich ja treffen will), dann würde ich tatsächlich schräg schlagen, was meistens keinen Sinn ergäbe.


    Also heißt die Lösung: einfach das Handgelenk so bewegen, dass es nach unten schlägt.


    Noch schlimmer wäre es ja, wenn man dann noch auf französisch ginge, dann würden sich die Stöcke gegenseitig schlagen.

    Ich glaube ich sehe das Problem nicht, weil ich es für ganz normal halte, sich den Gegebenheiten automatisch anzupassen, also auf das Fell zielen, ganz pragmatisch.

    Und tatsächlich ändern meine Handgelenke entsprechend die Schlagrichtung.


    Grüße

    Jürgen

  • Jürgen K


    Okay also darf ich nicht mehr mit den Fingerspitzen den Stick bewegen sondern mit dem mittleren Fingergliedern (Mittel, Ring und eventuell kleiner Finger).


    Der Drummer bewegt seine Hand nämlich gar nicht also er holt nicht aus und er braucht auch kein Rebound, wie gesagt ich habe den Kurs gekauft und mache momentan Trockenübungen mit den Händen, aber ich weiß nicht wofür die gut sein sollen. Da ich nicht verstehe wie er diesen Schlag ausführt 😌

  • Ricardo Merlini spielt keinen American "Grip", es sieht nur so aus, weil er den Stick leicht schräg hält.


    Tatsächlich liegt bei ihm der Stick auf den hinteren 3 Fingern, und meistens ist auch der Zeigefinger selbst beim schnellen Spiel ebenfalls unter dem Stick


    Der Daumen liegt komplett lose an der Seite des Sticks. Es besteht keinerlei Halte-Griff, keine Zange, keine Pincette von Daumen und Zeigefinger. Die Bewegung wird nur von den unter dem Stick befindlichen Fingern ausgeübt. Auch der Zeigefinger hält den Stick nicht, sondern ist entweder lose oder - bei schnellem Spiel - nimmt an der Fingertechnik aktiv teil.


    Die leichte Schräghaltung hat er zusätzlich deshalb, weil er um die Power der Supination des Handgelenks weiss (dreh-bewegung-nach aussen). Das HG kippt ganz leicht nach aussen und unterstützt dabei die Fingerbewegung, die gewissermassen mit der HG-Bewegung eine Einheit bildet.


    Ausgangspunkt ist aber die Position des Sticks auf den Fingern bzw der der Finger unter dem Stick.


    Sodenn gibt es bei dieser Technik im Prinzip auch keinen grossen Unterschied zwischen French Grip, American oder German Grip. Genauer gesagt: Alle diese Haltungen können eingenommen und dabei diese Fingertechnik ausgeübt werden. Am Set spielt Merlini dann auch alles gemixt, je nachdem wie es ihm am bequemsten scheint. Der Bewegungsabslauf bleibt aber gleich.

    "Pommes/currywurst hat einfach seine eigenen Gesetze."
    (c) by frint / 2008


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  • Seelanne


    Es sind fast 10 Übungen die er erklärt um den Schlag auszuführen, ich habe bisher von keiner dieser Übungen gehört, außerdem spielt er ohne Rebound, die Videos gehen mehrere Stunden, die Technik hat nichts mit den normalen Schlagtechniken zu tun, doch du sagst seine Technik macht keinen großen Unterschied zu den anderen Grips, außerdem ist es nicht möglich den Stick nicht mit Daumen und Zeigefinger festzuhalten, wie soll er denn spielen wenn der Daumen nach oben zeigt ohne dabei den Stick festzuhalten.

  • Der Stick ruht auf den Fingern. Alle 4 Finger sind unter dem Stick, der gewissermassen in die Finger eingerollt ist.


    So kann sogar der Daumen 0bungstechnisch ganz weggelassen werden (dann wirds natürlich weniger stabil, aber es geht). Der Daumen stabilisiert nur die Position des Stick, übt aber keinen Druck aus, auch der Zeigefinger ist positionstechnischn "nur da" und bewegt in erster Linie den Stick und hält ihn nicht.


    (Als Tip: man kann sich dieser Technik gut nähern, in dem man mal den Stick nur mit dem kleinen Finger hält. Da bekommt man ein gutes erstes Gefühl, den Stick ohne Daumen und Zeigefinger zu kontrollieren. Andere Übung, die sehr gut funktioniert: die Finger am Mittelgelenk einklappen und am das letzten Gelenk auf die Finger legen, dann einrollen, dann die auf und ab-Bewegung der Sticks aus dem Mittelgelenk und erstem Gelenk heraus initiieren).


    Diese Haltung hat viel mit dem Tony-Williams-Grip zu tun, nur dass hier der Mittelfinger und der Zeigefinger auch noch unter den Stick gehen. Gemeinsam ist beiden, das Rebound als physikalische Tatsache hingenommen wird, aber keine gesonderte eigene Relevanz besitzt. Rebound ist eine "nice to have" kein must-have.


    In Sachen "Unterschied" hast Du schief gelesen oder ich mich unklar ausgedrückt:

    1. diese Technik macht natürlich einen Riesenunterschied, sonst hätte sie ja keine Bewandnis

    2. man kann sie aber eben in allen 3 gängigen Stickjaltungen ausüben, insofern gibt es eben wenig Unterschied zwischen den Grips. Die Dynamik ist natürlich leicht verändert und je vertikaler die Haltung ist, desto mehr kommt die seitwärts-Bewegung des HAndgelenks dazu.

    Sehr gut zu sehen auch bei Chris Coleman, der ebenfalls diese Technik spielt und sehr häufig den Stick "Frenchig" hält. JRod Sullivan bsp hat dagegen immer die gleiche Haltung, hier ganz schön zu sehen,wobei die rechte Hand eher french ist und die linke eher american, aber wie gesagt, es ist wumpe.

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    Ps: nur bei Doubles wird die Haltung von Zeigefinger und Daumen leicht stärker, weil man ansonsten die Pumpbewegung des Unterarms schlecht übermittelt bekommt.

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    4 Mal editiert, zuletzt von Seelanne ()

  • hey ho, bin ja nicht so der a-grip-fan aber evtl. hilft dir das video hier:


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    viel spaß :)

    SCIENCE FOR THE WIN!
    Ich habe Interesse an; Zildjian K-Istanbul und Avedis Rides und Hihats (bis ende 60er) sowie Sonor Drumsets bis 1990! :thumbsup:

  • Guten Tag zusammen,


    ich schmeiß hier das mal in den Ring, vielleicht bringt es etwas Licht ins Dunkle.


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  • bezüglich Post 10 speziell auch zweites video

    Beim Geschichtlichen war für mich wirklich Neues dabei,

    aber ist insgesamt eine interessante Auseinandersetzung und Beleuchtung mit der Stock und Handhaltung.


    Hier Vielleicht mal einige Beispiele mit Spielen auf unterschiedlichen Untergründen.

    auch mit unausbalancierten Holzlatten, Im Verlauf auch auf reboundlosen Kissen, am Autolenkrad, Mit Dem Hammer und Nagel.

    Einfach mal völlig Wertfrei zum angucken. Was nett alles so gibt.

    #worldfastestdrummer FASTEST DRUMMER EVER shows his INHUMAN SPEED - YouTube


    edith teils ist auch zu erkennen das bei, American Gripp die Schläge eher 45° ins Pad, statt senkrecht gehen,


    Auf der Cola Flasche

    300BPM Single Coke Roll 💣 - YouTube


    Hier z.B. eine von vielen Anleitungen mit Vorübung fürs Training der beteiligten Muskeln.

    CRAZY FAST DRUMMER - Superfast Ghost Notes LESSON - YouTube


    Imho sieht aus wie eine minimalst raumgreifende Spielweise aus den Handgelenken mit ziemlicher Anspannung auch in dem Armen, mit teils Nutzung micro geringen Rebounds , ähnlich wie bei Presswirbeln.


    Quasie ne Überlagerung Beider im Exacten Timming das das "Endlos" rüberkommt.

    Die extrem gering raumgreifenden Bewegungen/Wege

    ermöglichen die erst die Geschwindigkeit.


    Die exacte Kontrolle erfordert wohl einiges an Übung Training/



    hier, mal jetzt ein "Mädl" wo man imho auch einiges in der Praxis gut beobachten kann (evtl. auch auf geringer Geschwindigkeit gucken)

    edith, speziell die Perspektiven von der Seite

    IRON MAIDEN - ALEXANDER THE GREAT - DRUM COVER by CHIARA COTUGNO - YouTube

    s

    ich höre immer du musst, du brauchst.....ist "modern", "out", "in", "trendy" und so....
    ich mach`s wie`s mir passt, schei.. auf die Säue, die laufend sinnbefreit durch
    die Dörfer getrieben werden.



    2 Mal editiert, zuletzt von orinocco ()

  • Pauline

    Statt solche Kurse zu kaufen ist es vielleicht besser richtigen Unterricht zu nehmen.


    Ob der Handrücken nach oben (German), zur Seite (French) oder eine Mischung aus beiden (American) zeigt ist letztendlich völlig nebensächlich. Im Normalfall wechselt man völlig intuitiv zwischen diesen Haltungen, ohne darüber nachzudenken. Spiele ich bspw. 16tel auf dem Floortom rechts neben mir, eignet sich eher French. Spiele ich auf dem Ride mit angespielter Glocke (Stickschaft), eher German oder American.


    Wie du das in der Praxis genau umsetzt und welche Rolle deine Finger dabei spielen, kann dir ein Lehrer am besten erklären. Der kann sich im Unterschied zu einem Onlinekurs anschauen, was du machst und ggf. korrigieren.


    Denn wenn ich den German Grip spiele mit den hintern 3 Fingern dann schlage ich auf´s Practice Pad, wenn ich jetzt meine Handflächen nach außen drehe (American Grip) und dann die hinteren 3 Finger bewege, schlage ich ja nicht mehr auf´s Practice Pad sondern um 90 Grad versetzt in die Luft.

    Klingt logisch, ist es aber nicht. ^^

    Denn natürlich ändert sich beim Wechsel zu einer anderen Stockhaltung auch die Bewegung deines Handgelenks. ;)


    Aber um langsam spielen zu können muss man nicht schnell spielen können.

    Man sollte im musikalischen Kontext, egal ob bei Proben, Aufnahmen oder Auftritten, nie an seine Grenze gehen. D.h., je schneller man spielen kann, desto lockerer und besser geht auch langsameres Spiel.

    Es gibt übrigens auch das Phänomen, dass manche bestimmte Sachen nur schnell, aber nicht langsam spielen können. Auch bei Gitarristen z.B. ... das sollte eigentlich auch nicht sein. ^^


    Wie gesagt, nimm lieber mal richtigen Unterricht (persönlich, also auch keinen Online-Unterricht).

  • Mal was Grundsätzliches: Du spielst ja nun erst 3,5 Monate. In diesem Stadium diese (wie soll man sie nennen) "Krampfzittertechnik" zu üben, ist so, wie wenn man mit Gitarre anfängt und sie gleich mit Zunge und Zähnen spielt.


    Der Kerl ist beeindruckend schnell, ja. Aber zum einen wirst du diese Geschwindigkeit NIE (in Wort: NIE) musikalisch brauchen. Und zum anderen gibt es vieles (sehr vieles), was viel sinnvoller zu üben ist, als das. Um dich musikalisch schön auszudrücken, gibt es bessere (die "herkömmlichen") Techniken, und diese solltest du als Anfängerin sinnvoller Weise auch zuerst lernen, bevor zu dich - vielleicht, in ein paar Jahren - mit dem Zeug beschäftigst. ;-)

  • Hallo


    Bin gerade etwas verwirrt. Bei den Grip-Arten geht es doch erstmal nur darum wie ich den Stick halte und wie meine Hand gedreht ist.

    Die dadurch resultierenden Schlagtechniken sind doch ein ganz anders Thema.

    Geht es in dem Onlinekurs um die Technik, die Merlini in dem Video vorstellt?

    Die ist ja schon ziemlich speziell. Mich würde mal interessieren wie wichtig dabei die Beherrschung des Rhythmusraumes eine Rolle spielt.

    Sieht von außen doch recht hingezittert aus, wobei man dazu sagen muss, dass Merlini, das sehr gut beherrscht. Bedarf bestimmt auch eine Menge an Übung, um es ausdauernd so spielen zu können. Wir reden da bestimmt von einigen Jahren.

    Die Frage wäre, welche Stickhaltung und Schlagtechnik, dieser hier gezeigten, vorausgeht. Wie ist er angefangen, um schließlich so zu spielen?

    Wäre für mich zu Anfang nicht so meine erste Wahl. Nicht falsch verstehen, ich finde alles interessant, wie andere so spielen.

    Alles baut doch irgendwie aufeinander auf. Da du ja den Onlinekurs schon gebucht hast, wäre es schön, wenn du uns einige Eindrücke mitteilen könntest.

    Ich bin allerdings eher ein Freund von einem natürlichen Bewegungsablauf, quasi etwas was man eigentlich, ausgehen von einer der oben genannten Stickhaltungen, irgendwie von selbst hinbekommen würde. Ist es zu Beginn nicht vielleicht doch besser erstmal mit einem größeren Bewegungsradius anzufangen?

    Einmal editiert, zuletzt von Lexikon75 ()

  • Mal was Grundsätzliches: Du spielst ja nun erst 3,5 Monate. In diesem Stadium diese (wie soll man sie nennen) "Krampfzittertechnik" zu üben, ist so, wie wenn man mit Gitarre anfängt und sie gleich mit Zunge und Zähnen spielt.


    Der Kerl ist beeindruckend schnell, ja. Aber zum einen wirst du diese Geschwindigkeit NIE (in Wort: NIE) musikalisch brauchen. Und zum anderen gibt es vieles (sehr vieles), was viel sinnvoller zu üben ist, als das. Um dich musikalisch schön auszudrücken, gibt es bessere (die "herkömmlichen") Techniken, und diese solltest du als Anfängerin sinnvoller Weise auch zuerst lernen, bevor zu dich - vielleicht, in ein paar Jahren - mit dem Zeug beschäftigst. ;-)

    Was sind weitere herkömmliche Techniken?


    Ich möchte mich erst einmal auf die Snare, Hihat und Bassdrum fixieren. Mein Anspruch beim Schlagzeug spielen ist es, den Takt zu switchen bei gleibleibenden Tempo und Akzente zu setzen. Und einen durchgehenden Bass, oder mal Akzente zu setzen indem mal ein Schlag weggelassen wird.



    Ja es geht um die Technik in dem Kurs, er sagt auch das man die Technik auch als Neuling erlernen kann.


    Was meinst du mit Rhythmusraum? Wie gut verteilt die Schläge pro Viertel im Takt sind?


    Wenn die Frage ernst gemeint sein soll, dann macht es keinen Sinn sich mit dir darüber zu unterhalten.


    Ja der Bewegungsradius ist zum Anfang sehr hoch, und die restlichen Übungen sind alles spezielle Trockenübungen wofür man kein Stick benötigt. Es geht um eine spezielle Muskelpartie die trainiert werden soll und das zieht ordentlich, das sind über 5 Übungen :)

    Einmal editiert, zuletzt von Pauline ()

  • Letztendlich ist doch alles okay wenn du mit sowas speziellen "anfangen" magst.

    Ich kenne Gitarristen die zum Anfang Sweepings gelernt haben und sind dennoch sehr passable in den restlichen Disziplinen.


    Geh deinen Weg. Wenn's nichts wird hast du dennoch was gelernt.

  • Pauline

    Ich bin auch Autodidakt und fange gerade selbst an zu unterrichten.


    Also das geht definitiv und ich kann auch vollkommen nachvollziehen, dass man seinen eigenen Dickschädel hat. Was beim Musizieren auch dazu gehört.

    Die Frage ist dabei halt, wie weit du damit letztendlich wirklich kommst. Du fragst ja hier nicht ohne Grund nach Hilfe.


    Wenn die Frage ernst gemeint sein soll, dann macht es keinen Sinn sich mit dir darüber zu unterhalten.

    Gut erkannt ... es gibt hier ein paar gestandene Profis. "deinschlagzeuglehrer" aka Timo Ickenroth, der sich hier ja auch zu Wort gemeldet hat, hat ein Buch über den Stuff geschrieben. Just for the record ...


    Grundsätzlich stellt sich die Frage, was du überhaupt am Schlagzeug machen willst. Welches Genre willst du bedienen? Eher Grooven oder Blasten? Wo soll die Reise hingehen?

    Ich geh mal davon aus, dass du mit solchen Ambitionen nicht lang im stillen Kämmerlein allein üben willst ...

  • Ich habe nach Hilfe gefragt, weil ich den American Grip nicht beherrsche und jetzt wo ich mir die Videos nochmal angeschaut habe ist mir aufgefallen das es ein negatives Beispiel war wie man es nicht macht und zwar den American Grip dabei zu verwenden, weil es dafür Rebound braucht und seine Technik benötigt keinen Rebound. Also alles super seine Technik ähnelt den German Grip was für mich von Vorteil ist 😊


    Ich möchte in erster Linie nur Snare, Bass und Hi Hat spielen und gerne den Takt, von Achtel auf Sechszehntel switchen danach auf Viertel spielen, Akzente setzen usw. Den Bass möchte ich gerne durchspielen können auf einen längeren Zeitraum und so wie es mir gefällt einzelne Basschläge herausnehmen, um einen Akzent zu setzen.


    Song nachspielen möchte ich erst mal nicht, dafür höre ich zu selten Rock oder Heavy Metal oder was es da noch so gibt. Wahrscheinlich bin ich kein typischer Drummer für dich, weil meine Intention, mit Schlagzeug angefangen zu haben eine andere ist als üblich? Also keine Songs nachspielen, keine Fill Ins, das überfordert mich als Anfänger auch etwas.


    Ich mag Paradiddles, spiele Sie aber einhändig, bedeutet den zweiten Schlag ziehe ich mit der linken Hand nach oben, während ich mit der rechten Hand 3 Schläge nach unten mache, den zweiten Schlag lasse ich dabei aus.. Für diese Technik habe ich locker 4-6 Wochen geübt 😊


    Ich spiele nur für mich, meine Ambitionen sind Schlagtechniken zu beherrschen, die Geschwindigkeit verdoppeln, dann wieder verlangsamen, dann mit einer Hand und mittendrin die zweite Hand dazuzunehmen und ich glaube nicht das es dafür eine Musikrichrung oder Bühne für gibt 😄

  • Pauline

    Verstehe. Jeder so, wie er mag ;)


    Wahrscheinlich bin ich kein typischer Drummer für dich, weil meine Intention, mit Schlagzeug angefangen zu haben eine andere ist als üblich?

    Die Intention ist grundsätzlich, sich selbst damit auszudrücken und auch einfach Spaß zu haben. Ist aber natürlich immer individuell ...


    Musik ist im Kern Ausdruck von Emotionen. Das Beherrschen eines Instruments oder Singen zu können ist letztendlich "nur" das Handwerkszeug dafür.

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