Zildjian 23" K Sweet Ride passend?

  • Guten Abend,


    also blast beat meint das schnelle Spiel, was wie Nähmaschine klingt.


    Der jetzt auch noch genannte neue Trommler von der Henkersknotenkapelle spielt ja als Rhythmusbecken: 20" 2002 Power Ride.

    Klingt aus meiner Sicht eher trocken-pingy.


    Dem Wanja "Nechtan" G. sein Zultan 20" Rock Beat Ride klingt ein bisschen frischer, mit dunklem Fundament, aber obenrum auch wieder etwas klingelig (pingy):

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    Immerhin Sepultura hat ja neuerdings einen zuvor als Jazzer bekannt gewordenen Trommler verpflichtet. Der Greyson N. hat sich aber für dieses Genre nicht seine typieschen Jazzer-Becken eingepackt, sondern Meinl 22" Bycanze Brilliant Heavy Hammered Ride.


    Also, dass die echten Blast Beater Jazz Becken spielen, würde ich jetzt dann doch mal ins Reich der Gerüchteküche schicken wollen.

    Irgendwie - und das ist nicht das erste Mal - habe ich das unterschwellige Gefühl, es geht um die Anleitung zum Scheitern.


    Grüße

    Jürgen

  • Ride Becken sind im Genre typischerweise schwer, weil darauf die schnellen Noten gespielt werden. Je mehr Ping, desto besser. Als Crash-Becken werden im sogenannten Extreme Metal (Slipknot & Sepultura zähle ich hier nicht dazu) bis auf wenige Ausnahmen allerdings eher dünne Becken verwendet, eben wegen der schnelleren/leichteren Ansprache. Wenn man mit 200 Bpm Achtelnoten auf Ride/Hihat spielt (die linke Hand macht das gleiche auf der Snare = Blastbeat), bleibt einfach nicht genug Zeit, mit einer großen, kräftigen Bewegung ein schweres Crash richtig aufgehen zu lassen. Das geht vielleicht ein paar mal, aber nicht 30-50x pro Lied.

  • Hi,

    ich mach's kurz

    Spiel das, was bei 99% der etablierten Drummer im gewünschten Genre gespielt wird.

    Für Doublebass und Blastbeat wirst du kaum jemanden finden, der sich Zildjian K oder K Custom oder K Constantinople Becken hinhängt. Macht einfach extrem wenig Sinn, weil's klanglich unweigerlich einen (wenn auch schön "warmen") Brei ergibt, der gerade im Proberaum einem selbst und allen anderen beteiligten sehr schnell zum Hals raushängen wird.


    Ich würde A Custom crashes empfehlen, nicht größer als 16". Die klingen auch relativ "warm", sicher nicht so grell/hell wie 2002, und aufgrund ihrer Kleinheit klingen sie nicht ewig.

    Vor allem die Durchmesser würde ich fürn Proberaum massiv reduzieren.

    20er Ride muss immer okay sein, für das was du da willst.

    Die bereits vorgeschlagenen 14er 2002 SE HiHats sind wahrscheinlich auch eine ideale Empfehlung.

    Über Zultan kann ich nix sagen, die kenn ich nicht.

    Keinesfalls "müssen" es teure Geräte sein. Mittelklasse ist sicher immer okay. Persönliche Vorliebe muss mit Funktionalität Hand in Hand gehen, das ist entscheidend🤣


    Und ansonsten gilt mein immer gleicher Spruch:

    Zählen tut am Ende immer die erreichbare Maximallautstärke 🤣

  • So rein theoretische dürfte ja dann ein

    schweres Flatride auch gut passen, ohne Glocke, ein eher Flacher Hut (bessr mit flachem Profil).

    Ein blau gelabeltes F. 602 Flatride 22 um die 3300g.

    generiert wirds aber für Jazz, Fusion, und Studio. :) :S

    ich höre immer du musst, du brauchst.....ist "modern", "out", "in", "trendy" und so....
    ich mach`s wie`s mir passt, schei.. auf die Säue, die laufend sinnbefreit durch
    die Dörfer getrieben werden.



  • Hab ich sogar schon gesehen, mir würde halt die Glocke abgehn.


    Ein Pionier und Meister des Genres setzt übrigens auch (bis aufs Ride) auf dunkle, dünne Zildjians:

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  • ....ja das ist ein Argument, dann zusätzlich noch, oder auch Solo evtl.

    ein 2002 Psychoctupus Giga Bell Ride

    ich höre immer du musst, du brauchst.....ist "modern", "out", "in", "trendy" und so....
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    die Dörfer getrieben werden.



  • Helau,


    ich spiele bevorzugt eine 14" K Constantinople Hi-Hat und dies in drei Rock-Bands (irgendwo zwischen Alternative, Indie, Prog, Proto-Punk, Funk und Hardrock). Geht super. Das Ding ist auch einfach geil.

    Die Band mit dem höchsten Alt-Hippie-Anteil hat erstaunlicherweise den härtesten, lautesten und schnellsten Sound, also wechsel ich da auch gerne auf eine 14" K Hi-Hat, sonst gehe ich unter mit der anderen.

    Im Blast-Bereich kann ich mir die Constantinople auch nicht so recht vorstellen ...


    Bei den Becken hängt an Chrashes A-Custom, geht gut mit allen, die Dinger setzen sich super durch, finde ich. Live spiele ich manchmal K-Custom Darks, die sind eher zurückhaltender, würde also auch vermuten, dass die nicht so gut in den Metal-Bereich passen würden.


    Am Ende gibt es so viele Wege zum Becken-Glück. Vor vielen Monden, als man einfach das spielte, was man zufällig irgendwo aufgetrieben hatte, ging das auch recht gut mit teilweise sehr coolen Sounds, die einfach daher kamen, da es nix anderes gab, wo man draufhauen konnte =)

  • Ich habe mir mal die Setups von Eloy Casagrande & El Estepario Siberiano angeschaut! Beide benutzen große Crashbecken (20er) und haben dunkle Becken die nicht sehr dick sind. Und die beiden spielen ja auch schnellere Sachen, dass irritiert mich jetzt mit euren Meinungen.

  • dass irritiert mich jetzt mit euren Meinungen.

    Das ist bei so einer Frage wie von Dir am Anfang praktisch „eingebaut“: jeder gibt seinen Senf ab, jeder empfiehlt was (oft das selbst benutzte) und alle wissen ganz genau, was Du brauchst. :D


    Trau Deinem Gefühl und kauf Dir, was Dich jetzt zum Spielen animiert!


    Ich habe es so aufgefasst, dass ich nur einen teuren Klangbrei erzeugen werde, der in kürzester Zeit anderen Bandkollegen zum Hals raushängen wird.


    Ich kann es mir jetzt einfach machen und die A-Serie nehmen, aber die sind mir einfach zu hell und zu schrill. Ich mag lieber einen Klangteppich als schneidene Crashbecken 😏

  • Kaufe einfach worauf du Lust hast.

    Jeder muss auch seine eigenen Fehler machen dürfen.

    Wenn dich andere Meinungen irritieren oder nicht interessieren, dann frag nicht danach. Wenn du Absolution brauchst bekommst du sie auch. Alles gut. Probiere es aus. Das Schlimmste was dir passieren kann, ist dass es dir nicht gefällt oder im Band-Kontext nicht funktioniert. Dann geht man halt doch noch in eine andere Richtung. :)

  • Grundsätzlich hat Oliver Recht:

    Trau Deinem Gefühl und kauf Dir, was Dich jetzt zum Spielen animiert!

    Ich möchte nur mal kurz berichten, wie es mir einmal erging. Wieviel echte Erfahrung mit verschiedenen Becken hast du? Ich hatte nämlich mal die recht gleiche Meinung wie du:

    Ich kann es mir jetzt einfach machen und die A-Serie nehmen, aber die sind mir einfach zu hell und zu schrill. Ich mag lieber einen Klangteppich als schneidene Crashbecken 😏

    Und dann hab ich mir die Benny Greb Becken zugelegt. Das war ne teure, und recht lehrreiche Angelegenheit:

    Die Becken klangen teilweise dermaßen f***trocken und rauschig, wie ich es nicht erwartet hätte. Kurz gesagt, sie klangen überhaupt nicht so, wie in den Demos über Lautsprecher/Kopfhörer. Es war in jedem Raum anders, open air eine Katastrophe. Ich wurde nicht glücklich damit, hab sie mit Verlust verkauft und wusste erstmal nicht, was ich als nächstes probieren soll. Dann war ich tatsächlich mal bei Thomann und hab einige Sachen angespielt. Die Benny Greb Becken klangen im Thomann Raum noch schrecklicher! Die Paiste Big Beat fand ich mehr als genial, aber auch die roten 2002er. Und das war so gar nicht das "schrille", wie du es hier bei der A Serie vielleicht beschreibst. Ich habe mir daraufhin einige 2002er gebraucht gesucht und meine Erkenntnis war, dass schrille Becken richtig rauschen können, wenn man sie entsprechend bespielt. Zweite Erkenntnis: Im Thomann Anspielraum klingen alle Becken anders als im 95% der Locations, in denen ich unterwegs bin. Daher meine Empfehlung/Frage an dich: Woher hast den Eindruck, dass die A Serie schrill klingt? Selbst probiert?

    Das soll keine Paiste Werbung/Empfehlung sein! Nur ein Erfahrungsbericht.

    Ich habe es so aufgefasst, dass ich nur einen teuren Klangbrei erzeugen werde, der in kürzester Zeit anderen Bandkollegen zum Hals raushängen wird.

    Ich glaube, hier sprechen nur viele aus der ähnlichen Erfahrung, die ich mit "trockenen" Becken gemacht habe. Aber es kann natürlich trotzdem funktionieren, zumal du alleine im Proberaum spielen willst. Du wirst dich im Proberaum mit wohl jedem Becken arrangieren, aber sei drauf gefasst, dass es draußen anders klingt, wenn du jemals damit raus gehst.

    Und Ausnahmen:

    Ich habe mir mal die Setups von Eloy Casagrande & El Estepario Siberiano angeschaut! Beide benutzen große Crashbecken (20er) und haben dunkle Becken die nicht sehr dick sind. Und die beiden spielen ja auch schnellere Sachen, dass irritiert mich jetzt mit euren Meinungen.

    ...bestätigen die Regel.

    Four on the floor sind zwei zu viel.

    SONOR Vintage Series: 20", 22" BD; 14" Snare-Drum; 10", 12", 13" TT; 14", 16" FT

    PAISTE 2002, 2002 Big Beat, 602 Modern Essentials, PstX

    Next Gigs: 23.01.26 Markthalle Freiburg, 21.03.26 Heimathafen Lörrach, 19.06.26 Haferkasten Kenzingen, 19.09.26 Mehlsack Emmendingen mit >> Blackwood Mary

    >> Mein Vorstellungsthread

  • dass irritiert mich jetzt mit euren Meinungen.

    War meinerseits nur ein gut gemeinter Hinweis. Du kannst dir jetzt natürlich einen neuen Beckensatz für ~3.000€ kaufen. Wenn der dir dann nach z.B. ein paar Monaten nicht mehr gefällt, hast du durch Weiterverkauf pi mal Daumen die Hälfte davon Verlust gemacht.


    Vielleicht hast du Glück und die Becken werden dich lange begleiten. Aber wahrscheinlich wirst du damit vor allem Lehrgeld bezahlen.

  • Ich denke, hier werden gerade zwei Dinge durcheinandergeworfen. Das eine ist der persönliche Geschmack und was gerade zum Blasten taugt. Da würde ich mal dreist zusammenfassen, ne Regel gibt's nicht, Drummer nehmen, was ihnen gefällt. Mir scheint aber nach den bisherigen Posts, es dominieren doch eher kräftige Rides/Hihats und eher dünne Crashes.


    Das andere ist die konkrete Auswahl aus der Oberliga der Beckenschmiedekunst. Da sollte zumindest eindringlich drauf hingewiesen sein, dass Gehör und Soundverständnis sich erst entwickeln müssen und Anfänger ein besonders hohes Risiko tragen, nach dem Kauf enttäuscht zu sein, da die Erwartungen mangels Erfahrung hinten und vorne nicht erfüllt werden.


    Selbst ich mit 45 Jahren als Drummer würde mir kein solches Setup ungetestet zulegen, weil ich wüsste, dass es nicht hält, was mir Soundfiles versprechen. Das kann man bei gebrauchten Einzelbecken machen, weil man sie jederzeit ohne Verlust wieder abstoßen kann. Neuware lässt sich zwar zurückschicken, allerdings merkt man selbst als Routinier oft erst mit der Zeit und nach regelmäßigem Gebrauch, was nicht passt. Dann hilft natürlich die Rückgabeoption nicht mehr weiter.


    Wenn du also neu kaufen willst, dann geh ins Geschäft und suche dir dein Setup vor Ort aus. Mach dir keine Gedanken, wenn das Becken XY nicht vorrätig ist. Es gibt soooo viele Becken, die dir gefallen werden, dass die Wahl schwer genug fallen dürfte. Und ich garantiere dir, du wirst trotzdem DEIN Set finden und glücklich nach Hause kommen, auch wenn kein von dir genanntes Becken darunter ist.

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