Rack oder Stativ

  • Hallo zusammen,


    da mein Set in letzter Zeit etwas gewachsen ist, habe ich überlegt, anstatt der Stative ein Rack zu verwenden.

    Da ich noch nie ein Rack hatte, hat vielleicht einer von euch Erfahrung oder kann sagen, was bei mir mehr Sinn macht.


    Mein Set:

    - 8", 10", 12", 14", 16" Tom + 20" Bass + 14" Snare

    - 3x Crash

    - Ride

    - 2x Splash

    - Hihat

    - Crasher Hats

    - Cowbell


    Bis auf 1-3 Gigs im Jahr, steht das Set die meiste Zeit im Proberaum.

    Ich habe ein Seat Ibiza, wodurch nicht die Möglichkeit besteht, das Rack im Aufgebauten Zustand zu Transportieren.


    Die Fragen die sich mir stellen sind...


    - Ist der Aufbau mit einem Rack (in meinem Fall) schneller & einfacher?

    - Bin ich flexibler vom Aufbau sowie von der Positionierung?

    - Wie ist das mit der Stabilität (auch auf unebenen Boden)?


    Liebe Grüße

    Piérre

  • Viele Racks sind meiner Meinung nach nicht schneller im Aufbau.

    Mein altes Pearl Rack war schnell, weil es zusammenklappbar war.

    Ansonsten: Der Trend geht in Richtung Ständer. Und auch in Richtung Leichtbauweise (einstrebig).


  • Die "modernen" Racks lassen sich so ziemlich gestallten wie man möchte.

    Sind 14er und 16er Standtoms?

    Ich mag mein Rack, weil ich so für meine zwecke flexibel bin. Alles steht stabil an seinem Platz.

    Die Bassdrum ist unabhängig und nur die Cowbell ist daran montiert. Ich habe 7 Toms 10 Becken und ein bisschen anderes Gedöns da rentiert sich ein Rack schon. Ich spiele allerdings auch in keiner Band und gehe mit meiner Rumpelkiste nicht auf Reisen.

    Was die Stabilität anbelangt-Ich hab noch nie ein Rack umfallen gesehen. So ein Ständerwerk ist da etwas anfälliger.

    So ein Rack muss für die eigenen Zwecke angepasst werden, dann kann es ganz angenehm sein.

    Schau dir mal YT-Videos von "Brent's Hang" an. Wenn man da etwas rumstöbert findet man vielleicht den einen oder anderen Pro-oder Contra-Punkt.

    Ob das eine oder das andere mehr Sinn macht. Glaubensfrage?!?!

  • Der große Vorteil beim Rack ist, dass man die Toms über der Bassdrum verteilen kann, wie man will.

    Das einzige Rack, was für mich bzgl. Transport und Aufbau einen Vorteil gebracht hatte, war das gute, alte Pearl DR80 - und das ist wirklich keine Augenweide. Heute spiele ich eh nur noch ein Tom oben und seit meine Bassdrum wieder eine Rosette hat, bin ich glücklich ohne Rack.


    Wenn ich also 8", 10" und 12" über der Bassdrum wollte, würde ich auf jeden Fall ein Rack benutzen (mache ich sogar ggf. mit nur 10" und 12" über der Bassdrum - einfach nur wegen der Positionierung der Toms leicht links von der Mitte). Ansonsten würde ich selbst 14" und 16" Hängetoms (zusammen mit 1 zusätzlichen Becken) auf ein Dreifach-Stativ vom Yamaha montieren.


    M.

  • So sieht das bei mir aus, nur der Gerüstbau!

    Ich habe schon immer Racks besessen, da mir persönlich die Wackelei der Ständer auf en Keks geht!

    Transport war auch nie ein Problem, hatte immer das passende Auto, in deinem Fall eher ungeeignet!

    Was nicht ist kann ja noch werden :Q

    Ich denke aber wegen 2-3 Gigs im Jahr ist dein Gerödel mit Ständer besser da gestellt. Man kann auch das Rack im Proberaum aufbauen und du bedienst dich, je nach Gig Größe, deiner Toms usw. dann mit deinen Ständern und kombiniert oder passt dich so der Gegebenheiten flexibel an.


    Schluss endlich bin ich mit Rack immer schneller gewesen als mit Ständern ab deiner Größe, hoffe das hilft und noch viel Spaß beim Gerüstbau

  • Ich spiele von Zeit zu Zeit einen Aufbau, der deinem sehr ähnelt, war aber nie ein Racknutzer. Daher kann ich dir nicht sagen, was besser wäre, würde wohl auch kaum mit der Stoppuhr ermitteln, was schneller auf- und abzubauen ist.


    Aber zumindest funktioniert der Aufbau ohne Streß ganz ohne Rack, und ich habe mich noch nie ertappt, mir ein Rack zu wünschen. Der eindeutige Vorteil des Ständerwaldes ist imho die größere Flexibilität, den Aufbau ohne Planung ad hoc zu verändern, und das kommt bei mir häufig vor. Beengte Platzverhältnisse lassen nicht immer den gleichen Fußabdruck zu, da hilft mir das schnelle rumschieben einzelner Ständer stellenweise schon weiter. Und der Platzbedarf für den Transport des Racks scheint ja auch höher zu sein, wenn ich die Aussagen hier richtig lese.


    Ansonsten wäre mein Rat, mach so, wie es sich für dich sinnvoll anfühlt. Oder wie es dir optisch besser gefällt ;)

  • Ich habe anfangs auch ein Rack gespielt (3 Hängetoms, 1 Standtom). War einigermassen sinnvoll. Aber da ich inzwischen nur noch 4-piece spiele (1 up, 1 down), macht das für mich gar keinen Sinn mehr. Die Optik ist Geschmackssache - ich bevorzuge die Ständervariante, da bei meinem Aufbau eh nur 2 Stative auf der Bühne stehen.

    If you think, you are too old to Rock'n'Roll - then you are! Lemmy

  • Ich würde auf leichte Ständer gehen (bzw. bin als Sonorjünger für mein Gig Kit auf Protec gewechselt). Das funktioniert gut und lässt sich flexibel aufbauen. Nicht immer hat man eine große Bühne oder einen Schlagzeugriser zur Verfügung. Dann ist man mit Ständern einfach flexibler.

    Mit sechs Toms (zwei als Pseudo-Floortoms) und fünf Becken komme ich mit drei Ständern aus.

    Einmal editiert, zuletzt von Michelin ()

  • Zu Beginn meines Drummerlebens vor über 20 Jahren musste es unbedingt ein DR-80 sein. Damals mussten es ja auch 5 Toms sein. Theoretisch hat man durch die festen Klammern am Rack und Memory Locks an den Armen und immer schnell den gleichen Aufbau hergestellt - vorausgesetzt, man überlegt sich ein System, wie man immer den gleichen Winkel der beiden Gelenke hinbekommt. Ich habe mit dem Zollstock die diagonalen Abstände zwischen den Standbeinen als Maßstab genommen. Das ging dann so einigermaßen.

    Aber einen signifikanten Zeitgewinn im Auf- und Abbau konnte ich bei mir nicht feststellen. Fazit: Die vergangenen 15 Jahre lebe ich nun glücklich mit 1up 1down und ohne Rack. :)

    Fragen und Beiträge zu E-Drums können zu heftigen Reaktionen und Nebenwirkungen führen.

  • Sowohl als auch, Live mit Dreibeinen, maximal vier an der Zahl und ein paar Beckenarmen mit Klammern am Stativ, im Proberaum Gerüstbau. Dort weiß ich es zu schätzen, dass ich untenrum mehr Freiheit habe und die Toms frei positionieren kann. Ab mehr als drei Toms und sieben Bleche liegt der Vorteil klar beim Gerüst.

    Wer leichter glaubt, wird schwerer klug!

  • Du hast auf jeden Fall genügend "Dinge" aufzuhängen, dass sich die Frage nach dem Rack irgendwann alleine aus Neugier stellt. Was wir Außenstehende erstmal nicht wissen: Wie hast Du es bisher gelöst? Also, was auf wie vielen Ständern?


    Allgemein macht es doch oft am meisten Spaß, immer mal wieder ein wenig auszuprobieren. Und alleine schon der Gebrauchtmarkt ist voll von Racks sämtlicher Hersteller - also für den ersten Test, oder auch um es dann abzustoßen, wenn es dann so gar nichts für Dich sein sollte.


    Viel Spaß & immer eine Eisensäge in greifbarer Nähe... lass uns an Deinen Ideen teilhaben :)



    PS - wie so viele habe ich natürlich auch die Entwicklung von 5piece, Doublebass, DB plus Rack bis hin zu 4piece durch... aber, Achtung: Manchmal habe ich sogar am kleinen Vierteiler ein mini Stealthrack auf der rechten Seite. Einfach weil's geht.

    Mein Name ist Guybrush Threepwood! Du bist des Todes!

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