eigene Bassdrum im Proberaum besser hören ?

  • Ja du hast da was falsch verstanden.Wenn ich kein Feedback von der Trommel bekomme spielt es sich komisch,dass Feel ist anders zu dem was ich spielen will. Besp. Jazz. Ich stimme das Schlagfell dann wieder etwas hoch.lg

    formerly know as Dideldidel

  • BD mit Mikro, welches in den P&D geht. Dann wackelt bei jedem Schlag der Arsch und zeigt dem Drummer spürbar seinen Beat. Ohne Lautstärke. Das ist das, was Subrak vermutlich will.

    Bin mir da nicht so sicher. Nen mittleren dreistelligen Betrag dafür, dass der Arsch a bisserl vibriert? So ziemlich die letzte (und überflüssigste) Überlegung, die ich in Erwägung zöge. Klar, wer daran Spaß hat, soll das machen. Zur Problemlösung braucht man aber lang nicht so viel Kohle zum Fenster rauswerfen. Da wäre die Idee, dochauch die Proben mit IEM zu machen, am Ende vermutlich der kleinere Schritt, glaubst du nicht?

    Hast du das schon mal getestet?

    Ich hab's mal ausprobiert. Preislich ist das Luxus, aber es fühlt sich schon ziemlich gut an beim Spielen.

  • Tja, ich war vor 3 Jahren in genau so einer Proberaum-Situation

    Das einzige was da hilft ist - so wie meine Vorredner es schon beschrieben haben - die Lautstäkeverhältnisse insgesamt genauer auszubalancieren.

    Wahrscheinlich ist das aber verlorene Liebesmüh'


    Ich würde als relativ billige Lösung das nächstbeste No-Name Mikro in die Bassdrum einführen (oder auch auf der Schlagfellseite von außen dran, sofern man Platz findet)

    Und dann einen Kanal mit möglichst nur dem Attack-Sound des Beaters belegen und dezent mit aufdrehen.

    Keine Bässe, da würde ich low Cut und Bass eq voll ausreizen, dh alles ausschalten was man nicht haben will.

    Aber einen Plastik-Beater benutzen und dessen Attack Geräusch schön präsent machen.... - kostet wenig und macht für alle Beteiligten im Timing beim Spielen einen riesen Unterschied.


    Wer im Proberaum den ultimativen Sub-Bums braucht, dem kann ich nicht helfen.

  • Hast du das schon mal getestet?

    Ich hab's mal ausprobiert. Preislich ist das Luxus, aber es fühlt sich schon ziemlich gut an beim Spielen.

    Ich wollte es im April beim Musik Meisinger ausprobieren, da ich in der Nähe einen Auftritt hatte.

    Leider waren aber die Geschäftszeiten ungünstig an einem Samstag.

  • War gerade bei der DS Maintal und habe dort das Yamaha EAD50 getestet. Echt geil, es beantwortet noch ein paar mehr als die Ausgangsfrage, da kann man zwischen „In the air tonight“ und „Walking on the Moon“ hin und her wechseln. Das wäre meine Empfehlung.

  • HI


    Erstmal Danke an alle für das Feedback.


    Ich hatte wohl insgeheim auf einen kleinen einfachen Trick mit großem Effekt gehofft, aber ich nicht ganz überraschend gibt es auch hier keine Abkürzung.

    Vorrangig wollte ich auf den Proben nicht auch per IEM spielen, aber mit den gegebenen Umständen macht es tatsächlich am meisten Sinn ein Mikro in die Bassdrum zu stecken. Im Prinzip ist ja alles da.


    Der Hocker mit Massagefunktion ist sicher nett, aber doch jenseits von dem was ich da ausgeben möchte ;)

    wahnsinn ist nicht nötig, hilft aber oft ...

  • aber mit den gegebenen Umständen macht es tatsächlich am meisten Sinn ein Mikro in die Bassdrum zu stecken.

    Ich verstehe immer noch nicht so ganz, was gegen eine reduzierte Lautstärke im Proberaum spricht. Ihr spielt ja derzeit hoffentlich alle mit Gehörschutz, was man bei geschickter Wahl der Einstellungen und Positionen auch lassen kann. Nun denn, in Technik investieren geht natürlich immer.

  • Ich verstehe immer noch nicht so ganz, was gegen eine reduzierte Lautstärke im Proberaum spricht.

    Haha, ich denke, 90% aller Amateurbands wollen genau DAS am allerwenigsten hören. Musizieren soll Spaß machen, und Disziplin ist der natürliche Feind von Spaß.


    Btw. deshalb bekommen doch viele alten Hasen irgendwann den Rappel, ihr über Jahre angehäuftes Equipment verkaufen zu wollen, weil sie in einem Anflug von Erkenntnis spüren, dass Gear niemals die Musik besser macht, sondern nur den Keller voller.

  • Wir sind nicht laut, bzw. der Treiber für die Lautstärke wäre wenn ich.


    Wenn ich die Bassdrum nicht gut höre spiele ich sie lauter, das will ich eben nicht um entspannter zu spielen und eben auch um die Lautstärke im Griff zu halten.

    wahnsinn ist nicht nötig, hilft aber oft ...

  • Wenn ich die Bassdrum nicht gut höre spiele ich sie lauter

    Dazu hat dir nils ein paar gute Tipps gegeben, die ganz ohne Abnahme auskommen, und die dir helfen könnten, der Ursache fehlender akustischer Rückmeldung auf den Grund zu gehen. Ich möchte mal behaupten, wenn die restliche Band nicht schmerzhaft laut ist, kann es eigentlich nicht sein, dass eine Bassdrum im Kontext nicht ausreichend zu hören ist.


    Dass dir eine normal laute Bassdrum nicht reicht, um ausreichend kontrolliert zu spielen, ist natürlich denkbar. Das kenne ich von mir aus Zeiten, in denen ich noch nicht so viel live gespielt hatte. Man hörte permanent den Spruch "mach ma XY auf dem Monitor lauter, hör ich nich...", und natürlich waren die Amps schon per se voll auf die 12. Man kann sich vorstellen, dass ein Drumset ziemlich verloren geht, wenn man es unabgenommen hört. Mit der Zeit lernt man aber, konstant zu spielen, obwohl man wenig hört, denn man entwickelt ein Gefühl, wie sich die Schläge anfühlen müssen. Und mittlerweile besprechen wir solche Dinge auch in Bands und legen eine Art "Soundstrategie" fest. In der Rockabilly-Band beispielsweise kommen nur die Vocals auf die Monitore, Bass und Gitarre haben nen Amp und stehen so, dass sie primär die Bühne beschallen. Drums werden abgenommen, kommen aber i.d.R. gar nicht auf die Monis.


    In den letzten Jahrzehnten habe ich einen Gedanken verinnerlicht, der sowohl im Proberaum als auch auf der Bühne mit hoher Wahrscheinliclhkeit zum Ziel führt. Wenn sich irgendwer nicht hört, ist selten jemand zu leise, sondern fast immer einiges zu laut. Um alles zufriedenstellend (nicht perfekt!!!) hören zu können, sollte man gemeinsam herausfinden, was man leiser drehen kann, statt irgendwas hochzuziehen. Klappt fast immer ;)


    Ehrlich gesagt bin ich auch überhaupt kein Fan davon, alle Instrumente ins Pult zu spielen. So müssen sich nämlich alle Stimmen und Instrumente durch ein Stereobild zwängen und überdecken sich dadurch fast zwangsläufig. Wenn dabei noch jeder seinen individuellen Lieblingssound garantiert haben will, macht das den Frequenzsalat nicht besser. Die wenigsten Musiker sind nämlich in der Lage, sich zu Gunsten eines aufgeräumten Klangbildes selbst zurückzunehmen. Amps mit eher geringer Leistung in moderater Lautstärke, die im Raum verteilt sind, lassen sich meiner Erfahrung nach immer besser akustisch diferenzieren und überdecken den Rest viel weniger.

    Aber das ist ja eine Bandentscheidung gewesen, es macht wenig Sinn, über ne alternative Herangehensweise zu dozieren. Ich würde trotzdem empfehlen, erst mal mit Stimung, Dämpfung und Position deiner Bassdrum im Raum zu experimentieren, ehe du zur Ultima Ratio schreitest. Vielleicht lässt sich dein Wunsch ja doch noch erfüllen.

  • Ich bin ja völlig hemmungslos was Investitionen in Equipment angeht und wollte mir eigentlich irgendwann einen P&D zulegen. Konnte das aber neulich mal als Aushilfe testen und habe das Teil nach zwei Songs abgeschaltet.

    Und ich will es nicht mehr missen. P&D und Fischer Shaker sind meiner Meinung nach Welten auseinander. Aber 1500 Euro würde ich auch nicht zahlen. Das ist es dann doch nicht wert.

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