23" Bassdrums

  • Kurz hatte ich ja überlegt, ob das Thema nicht eher ins (Sch)Lachzeug gehört.


    Bin gerade über 23"-Bassdrumfelle gestolpert, die mich daran erinnerten, dass DW vor vielen Jahren mal, möglicherweise nach einer durchzechten Nacht, 23-zöllige Bassdrums herausbrachte. An die Begründung erinnere ich mich noch, sie lautete erstaunlich profan "für alle die, denen 22 zu klein und 24 zu groß ist".


    Und jetzt würde mich einfach mal interessieren, ob von den gefühlt 3 deutschen Kunden zufällig jemand hier aktiv ist, der ne 23"-BD spielt(e). Schon bei Erscheinen war ich damals irritiert, wie ein Unternehmen mit so viel Gespür für Markt und Marketing sich auf ein derart schmales Brett begibt. Der eher geringe Erfolg scheint mein Gefühl durchaus zu bestätigen.


    Kennt jemand jemanden, der jemanden mit 23"-Hupe kennt? Gibt es irgendeinen Benefit dieser Größe, den ich übersehen haben könnte? Oder sind die beiden 23"-Fell-Modelle, die es beim Thomann gibt (1x Schlag, 1x Reso) nur das Eingeständnis, dass man den Käufern teurer Drumsets von damals als Wiedergutmachung eigentlich lebenslang jedes Jahr gratis nen Satz Bassdrumfelle frei Haus zuschicken müsste?

  • Jo, was hätte der Bodo zu dieser Frage denn auch sonst schreiben sollen... ;)

    Wer 22" und 24" kennt, weiß ja automatisch, wie groß 23" ist.
    Wie schwammig oder knackig ne Bass Drum ist, hängt sehr stark von anderen Faktoren ab.

    Vielleicht wäre ich ein 21"-Typ, wenn es das regulär gäbe.

    Das ist fein beobachtet!

  • Tja Jann, ich denke du solltest das mal ausprobieren. Gerade bei deiner "50er Jahre Musik" sieht ne große Bassdrum sicher toll aus - und da dir 24" sicher zu groß sind... ;)

    Sonor baut dir bestimmt eine 23x14 mit Vintage Pearl Wrap und sogar Rosette! Wenn ihr bei den nächsten Festivals immer einen spontanen zweiten vergüteten Gig spielt, hast du die Gage dafür bald zusammen. ;)

    Four on the floor sind zwei zu viel.

    SONOR Vintage Series: 20", 22" BD; 14" Snare-Drum; 10", 12", 13" TT; 14", 16" FT

    PAISTE 2002, 2002 Big Beat, 602 ME, PstX

    Gigs: 23.01.26 Markthalle Freiburg, 21.03.26 Heimathafen Lörrach, 09.05.26 KiK Offenburg, 19.06.26 Haferkasten Kenzingen, 05. & 27.06.26 Wilder Michel Furtwangen, 19.09.26 Mehlsack Emmendingen, 21.11.26 Bierakademie VS, 28.11.26 Heimathafen Lörrach, 06.03.27 Durbacher Hof Offenburg mit >> Blackwood Mary

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  • Vielleicht wäre ich ein 21"-Typ, wenn es das regulär gäbe.

    Ja, und ich wünsche mir für meine 18er ein Extrazoll, aber bitte kleiner als 20, die fand ich damals doof. ;)


    Sonor baut dir bestimmt eine 23x14 mit Vintage Pearl Wrap und sogar Rosette!

    Dann nehm ich bitte 25", schiebt mehr und sieht sicher besser aus. Oder meinst du, 27" wären besser, damit meine Wampe verdeckt wird und ich mehr Groupies abkriege?

  • Eine 26" (oder waren es 28"? :/ ) hab ich bei Kleinanzeigen schon mal gesehen, d. h. sowas geht dann vielleicht etwas günstiger, wenn sie es schon mal gebaut haben. Aber Odd Sizes schieben halt mehr, das ist einfach mehr Rock'n'Roll! Ungerade Durchmesser + runde Gratungen. 🤘

    Four on the floor sind zwei zu viel.

    SONOR Vintage Series: 20", 22" BD; 14" Snare-Drum; 10", 12", 13" TT; 14", 16" FT

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  • Man kann das Pferd auch etwas von hinten aufrollen.

    Dw ist eine Firma mit wahnsinniger Reichweite. Die haben es nicht erst seit gestern verstanden, Werbung groß aufzuziehen und gut zu platzieren. Durch den Ruf der Custom-Schmiede, haben sie sicherlich nicht nur die Möglichkeiten 23“ Bassdrums zu bauen, sondern auch den entsprechenden Kundenkreis.

    Wer gerne seine Bassdrumhoops mit Leder überziehen lässt, irgendwelche super seltenen Hölzer aus den Tiefen irgendwelcher Bergseen ziehen lässt, nur um ein dünnes Furnier das Finish seines Sets zieren zu lassen, der möchte vielleicht auch eine 23“ Bassdrum. Einfach weil man es kann und es sonst kaum jemand hat.

    Vielleicht wollte dw auch nie, dass das den „Standard“ erweitert.


    Soll ja Leute geben, die immer wieder den Untergang der Instrumentenhersteller kurz bevorstehen und mahnt wie sehr um Margen gefeilscht wird, aber hier ist halt das genaue Gegenteil der Fall. Dw scheint es so gut zu gehen, dass sie es einfach können.


    Vielleicht kann man die Kesselpresse auch brauchen, wenn mal jemand ein echtes 24“ Gongdrum haben will, und man für den Kessel eben das 1“ im Untermaß bleibt. Tama lässt grüßen.


    Es gibt auch noch andere Kuriositäten. Stegner bietet im eigenen Shop gerade eine 11“ Snare feil.

    Die haben auch 11“ Kellerröhren auf Lager.


    Treehouse Drums aus den USA baut immer mal wieder 9“ und 11“ Toms für ihre Sets, auf Kundenwunsch.


    Simon Phillips hatte gemeinsam mit Tama auch mal die Versuche gestartet ungerade Toms zu etablieren. Hat nicht geklappt.


    Dennoch, als Nische war und ist die 23“ Bassdrum bei dw vielleicht gar kein Flop.

  • Mir fehlt gerade der Interessant-Button aus dem Musikerboard...


    Drumjunkey deine Gedanken klingen durchaus nicht völlig abwegig, nur fehlt mir da wahrscheinlich das Einfühlungsvermögen, da man viel weiter nicht entfernt sein könnte von der Zielgruppe.


    Vielleicht sollte ich aber meinen Gedanken präzisieren. Dass Endorser, insbesondere diejenigen mit Gratisbezug, solche Sachen machen können, überrascht mich nicht. Denn häufig geht's ja bei denen nicht um eine mühsam ersparte Anschaffung fürs Leben. Nur schwingt bei mir die Frage mit, was wäre, wenn es keine Felle mehr gäbe und man somit die teure Bassdrum zum Couchtisch umbauen könnte. In 23" gibt es sonst nur Paukenfelle, und das klappt nicht.

  • bzgl. Ungewöhnlicher Kesselgrößen: Als ich mal beim Thomann war (viele Jahre her), stand da ein dw-Set mit 20x16, 12x8, 15x14 Konfiguration. Das fand ich tatsächlich sehr angenehm zu spielen und auch harmonisch im Klang zwischen 12er und 15er

  • bzgl. Ungewöhnlicher Kesselgrößen: Als ich mal beim Thomann war (viele Jahre her), stand da ein dw-Set mit 20x16, 12x8, 15x14 Konfiguration. Das fand ich tatsächlich sehr angenehm zu spielen und auch harmonisch im Klang zwischen 12er und 15er

    15" ist völlig unterrepräsentiert. Eigentlich sollte ein 15" Standtom in Sets mit 20er BD als Standard etabliert werden.

    Das ist fein beobachtet!

  • Hochi: Unterschreibe ich so!

    Gleichzeitig frage ich mich, warum 12er Toms über 18er BD's standard sind, ich finde 10er klanglich und optisch harmonischer.

    Eine 11er könnte ich mir aber auch noch vorstellen..


    So eine Zwischengröße setzt den Sound wohl bei Weitem mehr ab als das Holz oder die Kesselarchitektur,

    insofern ist die Diskussion durchaus berechtigt, wenn uns laufend Marketingkampagnen mit neuen Hölzern um die Ohren fliegen.


    Also spricht eigentlich nichts gegen 19" und 21" Bassdrums etc.

    Hätte ich mein DW set nicht gebraucht gekauft, hätte ich wahrscheinlich sogar zu 23" gegriffen.

    Bei langen Auftritten merkt man schon, dass man mit 24" mehr arbeiten muss.

    Deswegen habe ich die schweren DW beater jetzt auch endlich mal mit leicheren ersetzt.


    AAXplosion Portablität :Q

    Ich erinnere mich gerade an dein sehr gelungenes "Honor thy father" cover und die merkwürdige low tom auf der 4ten Position,

    mit der Portnoy das aufgenommen hat, wie die da im Studio eine 14er Floortom draus gemacht haben wundert mich bis heute!


  • Warum gibts eigentlich kein 11" Tom?

    Im "normalen" Bereich, also von der Stange, gibt's meist

    Toms: 8, 10, 12, 13, 14, 16, 18

    Bassdrums: 18, 20, 22, 24,

    Snares: 12, 13, 14


    Je Custom, desto mehr ist natürlich möglich. Aber für alle Größen müssen ja auch mittlerweile Zulieferer von Fellen und Beschlagteilen mitspielen, da kein Hersteller mehr das Zeug selbst fertigt. Und ich gehe davon aus, dass es einfach unwirtschaftlich wäre, jede denkbare Zwischengröße anzubieten. Ich frage mich schon manchmal, ob ein Zoll hin oder her bei einem Instrument, was keine Töne, sondern Geräusche erzeugt, außer dem Spielenden irgendwem auffallen würde. Eher dienen die vielfältigen Variationsmöglichkeiten doch der Befriedigung unserers Spieltriebs.


    Für die Drumindustrie wären vermutlich Einheitssets wie zur Mitte des 20. Jahrhunderts am wirtschaftlichsten. Jedenfalls war die Musik nicht schlechter, als ein Großteil der Sets noch in 22/12/13/16 daher kam.

  • 15" ist völlig unterrepräsentiert. Eigentlich sollte ein 15" Standtom in Sets mit 20er BD als Standard etabliert werden.

    Also doch! 8o

    14" zu klein und 16" zu groß. Und jetzt addiere jeweils 8" und denk noch mal drüber nach. :)

    Four on the floor sind zwei zu viel.

    SONOR Vintage Series: 20", 22" BD; 14" Snare-Drum; 10", 12", 13" TT; 14", 16" FT

    PAISTE 2002, 2002 Big Beat, 602 ME, PstX

    Gigs: 23.01.26 Markthalle Freiburg, 21.03.26 Heimathafen Lörrach, 09.05.26 KiK Offenburg, 19.06.26 Haferkasten Kenzingen, 05. & 27.06.26 Wilder Michel Furtwangen, 19.09.26 Mehlsack Emmendingen, 21.11.26 Bierakademie VS, 28.11.26 Heimathafen Lörrach, 06.03.27 Durbacher Hof Offenburg mit >> Blackwood Mary

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  • Vielleicht wird irgendwann mal konkreter kolportiert, warum man auf 23" kam?


    Faktisch werden öfters mal Versuchsballons gestartet. Mal als Testmarkt in einer Region (bevor man auf andere Märkte/Erdteile ausdehnt), mal als limitierte Auflage (hatten wir schon oft, die dann nur in einem kleinen Detail verändert, bei großem Erfolg doch regulär ins Programm aufgenommen wird).


    Wenn die 23" absatztechnisch relevant eingeschlagen wäre, bzw. monetär sehr lohnenswert, würde es sicher längst diverse zigfach beworbene Konfigurationen (womöglich auch anderer Anbieter) mit 23" geben.


    Witzig Trommla, die Fellfrage stellte ich mir auch direkt bei Vorstellung, wie es da langfristig mit der Versorgung mit Nachschub ist. :thumbup:

    Mein zweiter Gedanke damals war das Deja vu zum Meinl XL-Ansatz ca. Ende der Neunziger, mit den Übergrößen. 18,5" Crash oder 20,5" Ride weil mehr ja bekanntlich mehr ist ;) bzw. eben auch Zwischengrößen etablierter Maße boten.


    Faktisch brauchen 23" die wenigsten, aber ein Alleinstellungsmerkmal ist bei gesättigten Märkten immer mal ein paar Webeinträge oder Produktvorstellungen wert. Insofern wird es DW - wo ohnehin viel individualisiert gefertigt werden kann - nicht weh getan haben...


    ... und uns ja auch nicht :D .

  • Vom Tama Artstar gabs 11" Toms wenn ich mich richtig erinnere. Ist halt blöd wenn man ein 11er Tom und ne 23" Bassdrum da stehen hat, das Fell ist durch und keiner produziert diese Größen noch. 15" Toms gabs ja früher bei jedem Hersteller, da wabern auch noch welche in der Welt rum.

    Lieber einen sitzen haben und nicht mehr stehen können als einen stehen haben und nicht mehr sitzen können ;)

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