Theorie und Praxis sind 2 Paar Schuhe, da hast Du recht.
Ich denke trotzdem, das es sinnvoll ist das mal zu üben, um in der Lage zu sein, Timing so vielfältig wie möglich zu gestalten.
Letztendlich unterscheide ich zwischen Live und Studio.
-Live spiele ich z.B. zu quantisierten halbplaybacks, d.h. ich hab nen Click im Ohr, auf dem ich immer drauf sein sollte ![]()
Oder ich spiele ohne click, d.h. man gestaltet die Time selbst. (ist damit natürlich auch freier mal ein bisschen nach vorne oder nach hinten zu gehen- natürlich immer im Rahmen)
Oder ich spiele zum Dirigat, d.h. jemand anders gibt die Time vor, und man selbst muss in der Lage sein, die Time der Band organisch dem Dirigat anzupassen.
-Im Studio (mit click) spiele ich entweder "drauf", oder ich nehme den Click "als Referenz".
d.h. ich spiele zum Click, kann aber mein eigenes Feeling in den Groove legen, ohne ständig das Ding treffen zu müssen.
Variante A oder B ist natürlich stark vom Stilistik des Songs abhängig.
Grüße
Christoph