Premier is back!

  • Servus,


    ich hab heute gesehen, dass Premier wieder auf dem Markt sind. Ich hatte ja schon geschrieben, dass Premier jetzt Gear4Music gehört. Also quasi eine Eigenmarke geworden sind. Jetzt sind wieder Sets erhältlich und anscheinen führen Sie die alten Linien erst mal fort.


    https://www.gear4music.de/de/drum-kits/premier



    Gruß, Blues

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  • Bei der Flut an Firmen, die sich auf dem Markt drängen, kann es für den Markennamen trotzdem schwierig werden.

    Sakae war ja nach der Trennung von Yamaha schnell dem Untergang geweiht und hat, nach dem sie aufgekauft wurden, keine Relevanz mehr.


    Die Heritage Serie finde ich als einzige interessant. Weis jemand, ob sie früher in England gefertigt wurde oder kamen die Serie immer schon aus Übersee?

    Könnte eine gute Alternative zu den bekannten kompakten Sets werden.

  • Da steht ja nicht mal mehr Made in England drauf

    Was ja, per se, nicht schlimm sein muss, wenn das Qualitätsmanagement stimmt.

    Sieht man ja bei Tama, da kommt ja fast Alles, unterhalb der Star Serie aus der Tama Fabrik in China in Topqualität!

    Mein Gerümpel

    Die globale Erwärmung macht mir keine Sorgen, was mir Sorgen macht, ist die globale Verblödung.

  • Erst hab ich ja gedacht, da isser wieder, der Wanderkoffer unter den Trommelmarken. Braucht kein Mensch.


    Dann hab ich doch mal geguckt. Und wenn da die Verarbeitung gut ist, sind die Preise mehr als gut. Ein Birken-Shellset mit Rims und ner Metallsnare für unter 500€ ist ne echte Ansage. Leider wohl keine Einzeltrommeln, aber die 2013er APK und XPK waren absolut brauchbar. Das scheint ja das gleiche zu sein. Und die Genistas waren eh gute Sets.

    667 - The Neighbour Of The Beast!!

  • Ich denke man muss dem ganzen mal eine Chance geben. Mit Gear 4 Music hat man genug finanziellen Background um nicht gleich wieder pleite zu gehen.

    Was ich positive finde ist, dass sie nicht komplett neu ansetzen und ein Premier Logo drauf pappen, sondern die alten Sets weiter produzieren.

    Premier war mir schon immer sympathisch, aber ich hatte bisher nur ein Premier-Heritage-Club-Set und ich ärger mich heute noch es verkauft zu haben. Das mit der verkürzten Bassdrum hat einfach was.

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  • Mit Gear 4 Music hat man genug finanziellen Background um nicht gleich wieder pleite zu gehen.

    Dass das alleine nicht reicht, um eine Marke dauerhaft zu etablieren, hat man bei Drumcraft gesehen.


    Die Preisklasse ist wohl mehr auf Einsteiger ausgerichtet, da wird ein Traditionsname natürlich als ein Hinweis auf (vermeintliche) Qualität empfunden. Und wenn es gelingt, zumindest klassentypische Qualität zu liefern, finde ich das auch völlig legitim. Ob das am Ende reicht, um auch erfahrene Drummer zu überzeugen, wird man abwarten müssen.


    ich würde es eher als "legales Plagiat" bezeichnen und bin ansonsten völlig bei Hochi. Wenn bei Ebay jemand Sonor-Klöppel auf eine Noname-Snare pappt, ist der Aufschrei groß, wenn eine Firma völlig legal eine ganze Produktpalette umlabelt, denken anscheinend manche, der Messias sei gekommen. ;)

  • Da ich mal Besitzer eines Premier Signia war - eines der qualitativ "besten" Drums die jemals gebaut wurden (damals unter der Cooperation mit Yamaha) - bin ich hier schon recht skeptisch. Das ist definitiv nicht Made in UK, sondern Fernost Produktion (China, Taiwan oder Malaysien) und hat mit dem alten Premier vermutlich nicht mehr viel gemein.

    Aber: Bezüglich Ausstattung sieht das doch insgesamt ganz gut aus. Schön "fleischige" 7,x Millimeter Birkenkessel, bei Premier typisch mit Untermaß, hinterlassen auch bei Yamahas Stage Custom einen sehr positiven Eindruck - und ich denke das ist unter anderem der Markt, in dem man sich positionieren möchte. Preis und Ausstattung sind hier schon nen Tacken attraktiver als beim Yamaha SC, finde ich. 14er Toms und 18er BD´s mit 8er-Teilung nur als Beispiel. Dazu Snares in 13" und 14". Leider gibt es keine Einzeltrommeln, sonst könnte ich mir direkt ein Wunschset zum "schrubben" zusammenstellen.

  • Als Gigset find ich das Heritage schon interessant, weil es eben so kompakt ist.

    Dem geneigten Nostalgiker werden die Chinasets vielleicht aufstoßen. Allerdings wurden schon zu Keith Keoughs Zeiten bei Premier, für mich das letzte Aufbäumen mit den Modern Classic und One Serie Sets und Aviation Snares, alle Serien inkl. den Elite Sets, in Übersee hergestellt.


    Haben die Neuauflagen auch ein Untermaß, wie die Sets aus früher englischer Produktion?

  • Haben die Neuauflagen auch ein Untermaß, wie die Sets aus früher englischer Produktion?

    Ich meine bei den Beschreibungen zu den jeweiligen Serien etwas von 3 mm Untermaß gelesen zu haben - und bei einigen Detail-Fotos ist da schon ordentlich Luft zwischen Kessel und Fellring/Spannreifen ...

    Wie gesagt - die Yamaha Stage Customs werden auch von je her ausserhalb Japan in Fernost produziert und haben eine sehr gute Reputation über die Jahre erlangt. Wenn es bei Premier keine großen qualitativen Macken gibt, oder sogar vergleichbar ist, dann sind diese Sets schon ne echte Ansage zu dem Preis - speziell APK, XPK und Heritage. Zumal man Gratungen nachfräsen, Kessel innen lacken/ölen/wachsen, oder in andere Spannreifen investieren kann und so für kleineres Budget viel Aufwertung erreicht.

  • Zitat

    Ich meine bei den Beschreibungen zu den jeweiligen Serien etwas von 3 mm Untermaß gelesen zu haben - und bei einigen Detail-Fotos ist da schon ordentlich Luft zwischen Kessel und Fellring/Spannreifen ...

    vielen Dank :)

    So genau habe ich gar nicht geschaut.


    Mal alle Emotion zur Seite gepackt, wenn die Sets gut verarbeitet sind, bin ich ganz bei NoStyle. Die Preise sind gut, da kann man sich, im Fall der Fälle, sicher ein gutes Set zusammenstellen.

  • Mal eine Frage: Der Vogel in dem Produktvideo sabbelt was von „Last run of the current models with limited stock“. Ich hab Premier schon ewig nicht mehr in Geschäften gesehen, kann es sein, dass das gerade ein Ausverkauf der noch irgendwo am Lager befindlichen Premier-Sets ist? So was hat Meisinger mal mit Pearl Vision-Sets gemacht, Vision Birch für 399€.


    Was nicht davon ablenken soll, das die Preise vor allem für APK und XPK wirklich knorke sind.

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  • Es sind hochwahrscheinlkich im nahesten (nicht im weitesten) Sinne die Mühlen die sonst vom OEM unter Natal, teilweise sogar WHD verkauft werden. Die Preise sind nicht günstig sondern sehr dicht an den entspechenden Produkten von Natal (genauergesagt deren günstigeren Serien).


    Es ist allerhöchstwahrscheinlich eher/einzig der alte Name Premier auf dem Frontfell, mit minimaler Designkosmetik bei Böckchen oder der Reprise der alten klobigen Roklok-Tomhalterung die ein Schnäppchen suggerieren soll. Wir müssen höllisch aufpassen, dass wir nicht Opfer des Marketing werden.


    Commodore ist nicht mehr Marktführer bei Homecomputern. Simmons nicht mehr Marktführer für E-Drums und alle ehemals mit den Namen assoziierten Funktionsträger sind tot oder im Ruhestand, auch existieren die ehemaligen Fertigungsstätten nicht mehr.


    Ich bringe nächste Woche eine neue Akai Hifianlage heraus ;-).

  • Der Vogel in dem Produktvideo sabbelt was von „Last run of the current models with limited stock“.

    Ah, hab ich gar nicht gesehen. Interessant. Also verändern sie die Lines doch.


    P.S.: Premier hatte doch nie Edrums, oder? Denn bei den billigen Edrums steht jetzt Premier drauf. Dann wird das selbe Schicksal wohl auch den A-Drums blühen. Billige Eigenmarke, sobald die Restbestände weg sind.

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    Einmal editiert, zuletzt von Bluesmaker ()

  • Wenn es dem Namen Premier wirklich so geht, wie Trixon, Hayman und Co., dann wäre das sehr sehr schade.


    Hatte immer eine Sympathie für Premier.

    Das Design der Böckchen und der ganze British Style hat einfach was.


    Premier hat in den letzten 30 Jahren wohl oft Pech gehabt.

    Sehr schade.

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