HUTKASSE - JA - NEIN - ODER?

  • Ich habe mit der Big Band März 2026 bei einer Veranstaltung auf Hutkasse gespielt.

    Der Veranstalter hat im Eingangsbereich eine Art Präambel platziert, die ich interessant fand: HUTKASSE


    Es handelte sich um eine Mehr-Generationen-Wohnanlage und ich war - ehrlich gesagt - etwas skeptisch, ob so was dort funktioniert...


    ...umso überraschender war dann mit 700,--€ das Ergebnis.


    - Der Saal war mit ca. 100 Zuschauern gut gefüllt

    - die Hälfte davon kam (tatsächlich!) mit Rollatoren angerauscht.

    - und zu guterletzt bekamen wir nur positive Rückmeldungen!


    Das hätte ich wirklich nicht erwartet.


    Vielleicht sollten mehr Veranstalter mit diesem appellartigen Aushang im Eingangsbereich experimentieren bzw. im Vorfeld darauf hinweisen.


    Wie sind allgemein eure Erfahrungen mit Hutkasse?

    Schöne Grüße - Rainer K. aus B. an der W.

  • Ich bin nicht grundsätzlich gegen Hut, finde allerdings die Summe nicht wirklich außergewöhnlich bei 100 Gästen. Ob die Präambel tatsächlich so effektiv ist, da sehe ich den Beweis noch nicht erbracht.


    Allerdings gefällt sie mir inhaltlich sehr gut, und zumindest als Geste der Wertschätzung empfinde ich sie als sehr wohltuend.


    Generell schwanken meine Erfahrungen zwischen fast nix und über 1000 Euro im Hut, ohne dass ich wirklich wüsste, wie man das steuern kann. Am Ende wohl wie so vieles multifaktoriell, das fängt an bei der Art der Musik und der Zielgruppe, geht über die entsprechende sympathisch-einfordernde Moderation und die sammelnden Personen bis hin zur Quote solventer "Bandfamilienmitglieder".


    Festgagen ziehe ich trotzdem vor, schafft Planbarkeit und reduziert Enttäuschungen. Und ganz klar ist, Hut geht häufig ausschließlich zu Lasten der Band, deshalb prüfen wir sehr genau, für wen wir das machen.

  • Wir hatten auch schon mal 75,- im Hut. Bei über 100 Leuten. Das ist zwar extrem, spiegelt aber die allgemeine Tendenz wieder. Aber deswegen gar nicht spielen? Muss man, wie Trommla schon schrieb, sehr genau abwägen.

  • Meine klare Meinung dazu: wenn die gesamte Veranstaltung "nonprofit" ist, spiele ich gerne, ansonsten lasse ich es. Sich immer wieder auf unsägliche Rahmenbedingungen einzulassen, nur um spielen zu "dürfen", schadet am Ende allen Musikern, darauf kann ich gerne verzichten.

    Das unterschreibe ich!

    Ich fand es in unserem Fall nur erstaunlich, dass es so vielen betagten Teilnehmern gefallen hat und der Rahmen entsprach "nonprofit".


    Im allgemeinen bin ich auch nicht der "Hut-Fan".


    Ich bin gespannt, wie es heute Abend für meine Freunde aus Österreich bei uns in Bremen läuft. Mit dieser Band habe ich von 2007-2011 in Wien zahlreiche Konzerte getrommelt.

    Schöne Grüße - Rainer K. aus B. an der W.

  • Ich finde 700 eur bei ca 100 Zuhörern beeindruckend. Wenn wir mit Huut spielen, kommen eher so 250 zusammen. Das spricht vermutlich für Eure Qualität. Ist doch toll.

  • Wir spielen mal mit Festgage, mal mit Hut und mal mit "kleiner" Festgage plus Hut.

    Es ist immer erstaunlich, wie viel oder wie wenig im Hut ist.

    Wir haben über viele Jahre die Erfahrung gemacht, daß es wichtig ist, wer in den Pausen mit dem Hut rumgeht.

    Frauen haben eine grössere Erfolgsquote als Jungs.

    Manchmal geht meine Lieblingsfrau mit dem Hut rum, von Haus aus Buchhalterin, Typ "Lehrerin", da kommt immer ganz schön was zusammen !! Danke dafür Schatzel !!!


    Was aber m.E. das ganze Dilema ausgelöst hat, war der Beginn von den "UD" umsonst und draussen Festivals.

    Da kommen Leute, konsumieren viel Geld - aber für die Musiker gibt es nur Groschen.

    Das ist keine Wertschätzung.

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