Nur noch ein einziges Becken?!

  • Damit kann man Blasmusik bedienen.

    Für mehr Niveau braucht es mehr Gerät. Das ist einfach so.

    Blasmusik hat wohl kein Niveau? Tolles Klischeedenken...

    Blasmusik wäre momentan das einzige Genre, wo ich mit einem einzigen Becken klarkommen würde - also ich spreche von böhmischer Blasmusik! Und das auch nicht, weil diese Musik "kein Niveau" hätte, sondern ganz im Gegenteil! Nicht nur die Auswahl solch eines Becken wäre eine Herausforderung, sondern auch die Spielweise. Ich habe mich ne Zeit lang mit dieser Musik beschäftigt und bin noch immer fasziniert von "Polka-Swing", hatte aber nie die Gelegenheit, da voll einzusteigen. Eben dass es so nach dem klingt, was viele als "Humba Tätärää" und Festgeschunkel abtun, gehört mindestens so viel dazu wie einen 8el-Rockbeat anständig groovig zu spielen!

    Dagegen sollte man vielen Amateur-Blasorchester-Trommlern eher die HiHat wegnehmen, weil sie jedes ABBA-Cover mit ihren straighten 8eln kaputtschlagen, während ihre stehenden Kollegen aus Arbeitsmangel mit Tambourin, Shaker, Cabasa, Peitsche und was sonst noch alles im Percussion-Koffer rumfährt alles übertünchen.

    Da sind leider zwei Klishees. 1. Wenn man an Blasmusik denkt und nur an Böhmische Musik mit Polka, Walzer und Marsch dnekt. Mit rein böhmischer Blasmusik haben die meisten Blakapellen schon lange nichts mehr am Hut. Das hat der Vorredner ja schon deutlich erörtert. 2. Weil wir gerade ein Abba-Cover machen. Da ist nicht nur Drumset und für die anderen gelangweilten Schlagzeuger die Percussionsdinger über, da schließt die Partitur auch noch Glockenspiel, Pauken, Vibraphon mit ein. Und mittlerweile ist mit nur einer Hi-hat oder einem Paar Orchesterbecken schon lange nicht mehr alles abgedeckt. ;)

  • Weil wir gerade ein Abba-Cover machen. Da ist nicht nur Drumset und für die anderen gelangweilten Schlagzeuger die Percussionsdinger über, da schließt die Partitur auch noch Glockenspiel, Pauken, Vibraphon mit ein. Und mittlerweile ist mit nur einer Hi-hat oder einem Paar Orchesterbecken schon lange nicht mehr alles abgedeckt. ;)

    So wars nicht gemeint. ;) Es gibt aber durchaus Stücke bzw. Umsetzungen von Blaskapellen, wo hinten 3-4 shakern, schellen, klappern usw.... Das ist für mich subjektiv einfach zu viel, weil es auf dem entsprechenden spielerischen Niveau auch keine Dynamik gibt. Das fängt beim Drumset-Spieler an, der meist alle 8el auf der HiHat gerade durchzimmert. Und der Dirigent merkt das dann auch nicht, weil modernes Schlagzeug im Studium irgendwie lange zu kurz kam.

    Aber nun zurück zum Becken...

    Die Bauern spinnen? Na gut, Musik gibt's auch bei Spotify.

  • Der erwischt das tatsächlich im Sitzen 😄

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    “You are never too old to set another goal, or to dream a new dream.” ― C.S. Lewis


    Don‘t waste your time or time will waste you. (Muse - Knights of Cydonia)

  • Der erwischt das tatsächlich im Sitzen 😄

    Das hat mich dann doch auch überrascht. :D


    Das der Thread nun eher Richtung "HiHat und ein Becken" tendiert, werfe ich mal noch Billy Martin ins Feld, der relativ konsequent nur ein Becken verwendet (+ HiHat).

    Illy B.


    Dürfte ich nur ein Becken verwenden, wäre es wahrscheinlich mein 22" Paiste Masters Swish. Ich liebe das Ding.

    Le roi - c'est moi! :saint:

    Der Gesunde Meschenverstand liegt bei den Dinosauriern.

  • Der erwischt das tatsächlich im Sitzen

    Mich würde mal die plausible Erklärung dieses Drummers interessieren, warum er das eine Becken so hoch hängt. Und vor allem die Positionswahl der HiHat hätte hier im DF bestimmt ein wilde Diskussionsrunde ausgelöst. Und seine Sitzposition?? :rolleyes:


    Die Frage die mich dabei immer interessiert ist. Was möchte ich spielen und wie möchte ich klingen?

    Ich kann bestimmt einige Sachen mit nur einem Becken simulieren, aber ein anderes Becken aus meinem Sammelsurium, welches ich mir über die Jahre zusammengestellt habe, nun mal nicht ersetzen.

    Entscheiden würde ich mich jetzt wahrscheinlich immer für eine HiHat. Zusammen mit Snare und Bassdrum kann ich so ganz gut spielen, ohne das Gefühl zu haben, irgendwann mal ins Leere hauen zu wollen.

    Ohne jetzt meine Rumpelkiste auseinander zu pflücken habe ich mich mal nur auf meine linke HiHat beschränkt. Geht und ich fühle mich nicht weniger groovie. Gleiches habe ich auch mit meinem Ride gemacht. Interessant dabei war, dass ich viel mehr bemüht war mehr aus dem nur einem Becken rauszuholen. Ich habe das ganze Becken mehr ausgenutzt. Habe mir dazu auch mal einiges rausgesucht was sich speziell beispielsweise nur auf die HiHat beschränkt. Da sind echt einige recht interessante Sachen bei, die das eigene Spiel durchaus bereichern.


    Daher mal eine Frage in den Raum gestellt.

    Spiele ich, mal abgesehen von der Orchestrierung, anders, wenn ich mein Equipment auf das kleinste Maß reduziere?

    Durchaus denkbar-man ist vielleicht so auch mal gezwungen anderes auszuloten.

    Möglicherweise muss ich meine Notation etwas umstellen und etwas an den Handsätzen feilen.

    Andere Bewegungsabläufe und Spielfiguren entstehen.

  • Ich muss mich hier jetzt mal einklinken..Nur ein Becken geht ja garnet..

    Grund1: sieht besch. aus (an so nem Set)


    Grund 2: Ich hab am liebsten alles was ich habe sofort und jederzeit spielbar am Set, mich fuchst das ja schon wenn ich grade zwischen den Rides hin und her switche( 18" Formula602 Heavy und 20" 2002 Heavy Ride)


    Im Notfall und für Funk ala Vulfpeck wäre die 2002SE HiHat und das 20" Medium meine Wahl..mit Snare und 14" FT

    Aber so kleine Sets machen mir Angst

  • Mich würde mal die plausible Erklärung dieses Drummers interessieren, warum er das eine Becken so hoch hängt. Und vor allem die Positionswahl der HiHat hätte hier im DF bestimmt ein wilde Diskussionsrunde ausgelöst. Und seine Sitzposition?? :rolleyes:

    Ich stelle mal eine These auf. Show. Ich denke der macht das einfach um es zu einem Markenzeichen zu machen, dass man sofort sagt "ah da spielt der Herr Stanier von The Battle". Und gewissermaßen funktioniert es bei uns Nerds ja auch. :D

    Die Hihat finde ich jetzt auch nicht sonderlich schlimm, gab immer wieder Kollegen die die Hihat gerne hoch spielen, spontan fällt mir da auch Dave Grohl ein.

    An der Sitzposition habe ich jetzt spontan auch nix merkwürdiges entdeckt.


    lg

  • Hohe Hihat = wenig Übersprechen ins Snare-MIC = mehr Kompression/EQ auf der Snare möglich. Das freut jeden Soundtechniker

    Naja. Bringt ja nichts wenn ich mir die Becken von unten anschaue. Zusätzlich zu den hoch gestellten Becken, sitzt der Drummer auch noch wie ein "nasser" Sack auf seinem Hocker und richtet sich nur auf, wenn er mal ans Becken will. Möchte mal sehen, wie das aussieht, wenn er mal nur mit der Stockspitze oben aufs Becken schlagen soll. Kann aber auch sein, dass er von unten ran geht ;)

    Sonst wird hier doch immer von Ergonomie gesprochen-jetzt schein alles egal zu sein und es wird Rücksicht auf den Tontechniker genommen. Wozu habe ich den einen?

    Dave Grohl hat seine HiHat schon sehr hoch, aber er sitzt auch gerade und hat die Kante von den Becken nicht auf Augenhöhe.

  • Sonst wird hier doch immer von Ergonomie gesprochen-jetzt schein alles egal zu sein und es wird Rücksicht auf den Tontechniker genommen. Wozu habe ich den einen?

    Das ist schon richtig, aber der Herr Stanier hat auch keinen Thread hier aufgemacht mit "wie kann ich besser spielen" oder "warum hab ich Rückenschmerzen?". :D Jeder soll das machen was für einen funktioniert, und wenn das für den Herrn das bedeutet solls mir recht sein. Ich muss darauf ja nicht spielen. :P


    lg

  • Hohe Hihat = wenig Übersprechen ins Snare-MIC = mehr Kompression/EQ auf der Snare möglich. Das freut jeden Soundtechniker (zumindest bei stark bearbeiteten Drums).

    Ist zwar Offtopic, aber ich beschäftige mich seit ein paar Jahren ja auch wieder intensiv mit dem Thema. Vor zwei Jahren hatte ich das Snare-Mikro bei zwei Racktoms noch zwischen den beiden Toms, mittlerweile zwischen Hi-Hat und 10er Tom. Snare und Hi-Hat haben bei mir keinen all zu großen Abstand zueinander und für mich kommt Ergonomie immer vor Mikrofonierung.


    In der Summe EQe ich meine Drums relativ stark und komprimiere sie mittlerweile auch mehr. Dennoch muss ich mein Hi-Hat Mikro gut hörbar dazu mischen.


    Um auf den Punkt zu kommen: mir erschließt sich die Problematik nicht mehr so ganz. Es kommt da aber auch auf viele Details an, auch auf die Spielweise.

  • Ich hatte immer ganz furchtbar mit dem Übersprechen gekämpft, da ich meine Snare gerne ordentlich in den Höhen geboostet habe. Da war ich um jedes bisschen weniger Übersprechen dankbar. Inzwischen verwende ich halt ein Mikro unter der Snare, was mein Problem deutlich einfacher zu lösen macht. That being said, bin ich aber trotzdem immer noch unglücklich mit dem Snare-Sound in meinen Aufnahmen ^^ .

    Nix da.

  • Spiele ich, mal abgesehen von der Orchestrierung, anders, wenn ich mein Equipment auf das kleinste Maß reduziere?

    Ich würde sagen ja, auf jeden Fall. Und zwar nicht nur, wenn man weniger oder anderes Equipment vor sich hat, sondern eben auch, wenn man die Position einzelner Elemente sehr verändert und Trommeln oder Becken an sehr ungewohnte und/oder gar ergonomisch nachteilhafte Positionen hängt. Man bricht damit eingefahrene Bewegungsmuster auf und schlägt nicht automatisch und unüberlegt immer an der selben Stelle auf die selbe Trommel, weil's einfach nicht mehr geht.

    Es hat durchaus seinen Reiz, ab und zu mal mit sowas rumzuexperimentieren.

  • Rampen

    Mal von ein bisschen EQ auf dem Master abgesehen booste ich auf meinem Snare-Mikro insgesamt 2x Höhen: einmal direkt und einmal über den Drumbus. Auf letzterem ziehe ich auch etwas untere Mitten raus. Also da entsteht - aufs Top-Mic bezogen - 'ne Differenz von ca. 15dB zwischen 500Hz und 7kHz.

    Auch bzw. sogar besonders was Kompression betrifft ist der Schlüssel bei Drums die Summe, meiner Meinung nach. Ich würde Trommeln (auch nicht top+bottom gemeinsam o.ä.) nie mehr einzeln komprimieren (höchstens parallel). Gates benutze ich nur noch für die Bassdrum.


    Davon abgesehen spielen der Grundsound und die Spielweise die tragende Rolle. Eben z.B. was das Lautstärkeverhältnis von Snare und Hi-Hat betrifft. Und den Grundsound und die Brillanz der Snare.


    Andererseits gehört ein bisschen Übersprechen auf der Snare aber auch dazu, wenn's auch um Ghostnotes geht und man es natürlich halten will.

    Ein Bottom-Mic kann hilfreich sein und die Snare auch fetter machen.

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