In-Ear-Monitoring, brauche Rat, Tipps und Anregungen

  • Bei uns war letztens ein Tontechniker im Proberaum und hat sich Zeit genommen und uns Tipps zur Soundoptimierung gegeben.


    Er hat mir Empfohlen mit einem Kopfhörer Verstärker und IE auf ein IEM umzusteigen.


    Rockboard HA 1 In-Ear Amplifier
    Rockboard HA 1 In-Ear Monitoring Headphone Amplifier, Kopfhörerverstärker für In-Ear Monitoring, ideal für Sänger, Keyboarder, Schlagzeuger, Gitarristen,…
    www.thomann.de


    Im Proberaum haben wir einen analogen Mischpult, wo ich mir den Mix holen kann.


    Wenn ich ihn richtig verstanden habe, kann ich dann mir meinen Mix (weils über AUX geht) auch selber regulieren.


    Ich habe vor, dass jetzt mal unkompliziert zu probieren und hoffe, dass das auch bei Live Auftritten funktioniert.


    Will jetzt eigentlich so wenig wie möglich dafür ausgeben und schaffe mir auch (noch) kein kleines mischpult an.


    Das Internet empfiehlt mir die Shure SE215.

    Hat die jemand? Gibts andere Empfehlungen, wenn das Geld knapp ist? (Unbedingt ein starkes Preisleistungsverhältnis)

    Will eigentlich nicht mehr als 100€ ausgeben

  • Moin

    Ich finde die SE215 uneingeschränkt empfehlenswert, bezogen auf dein Limit.

    Habe sie selber auch seit Jahren. Sie machen mit den für mich passenden Aufsätzen wirklich dicht, bieten eine gute Abschirmung nach aussen und klingen für den Preis sehr gut.

    Blaukraut bleibt Blaukraut & Brautkleid breibt Blaubtkreid

  • Gibts andere Empfehlungen, wenn das Geld knapp ist? (Unbedingt ein starkes Preisleistungsverhältnis)

    Will eigentlich nicht mehr als 100€ ausgeben

    Ich kann Dir aus eigener Erfahrung den KZ AS10 nur wärmstens empfehlen. Ich benutze die mit Memoryschaum Aufsätzen und sie schließen damit absolut dicht ab bei angenehmen Tragekomfort. Klanglich sind sie für mein Empfinden super - ich habe auf der Bühne einen CD Sound darüber.

    Ich verstärke mein Signal vom Pult mit einem Behringer Powerplay P1 - auch das funktioniert einwandfrei. Beide zusammen solltest Du für 100,- bekommen.

  • Hallo flowison,



    da gibt es viel verwirrendes Zeug. Im Proberaum habe ich bis lang auch nur Verkabelungen da herumliegen. Ich bin aber schon immer der kabellose Freund gewesen. Inears sind schon teuer, warum auch immer. Dazu noch Funk für Kopfhörer und manche auch noch Gesang, am besten mit 48V Phantomspeisung etc. Jetzt wird es eng? Denkste!


    Ich habe seit Jahren die Fischer Amps 4E XB und bin auch sehr zufrieden damit. Beim Ersatz finden hat es mich auch fast umgehauen. Teuer ohne Ende und kaum mehr Leistung. Es musste eine Lösung her die, weil noch keine Auftritte (keine Einnahme), bezahlbar bleibt. Wenn die Lösung dann scheitert, Defekt ist, Weint auch keiner!


    So stieß ich über Google-Suche auf http://www.Lekato.com! Bestellte die Funkeinheiten für Phantomspeisung aka Gesang und für die Inears für sagenhafte €90,00. Die Akkus halten je 4 Std., sind klein (kompakt) und behindern nicht wegen Gewicht oder größe, sind alltagstauglich. Mit hat es geholfen. Nun müssen sie nur noch die harte probe bestehen, nämlich die Bühne, ich bin auch gespannt!


    Ach, bei den Inears habe ich auch was, und gleich 2 verschiedene bestellt. Die Inears auf http://www.linsoul.com/ sind auch zufriedenstellend da der ganze Rödel aus fern Ost kommt, spielt das eh keine Geige und man kann enorm sparen. Viel Spaß beim Shopping.




  • Was ist der Unterschied zwischen CL und Pro K?

    Die Farbe.


    Wenn ich eine Billig-Lösung gewollt hätte, wäre es bei mir übrigens keinesfalls der Rockboard HA1 geworden. Meine Anforderungen waren: Einfach; robust; kabelgebunden; Netzteil statt Batterien; Lautstärke-Reserven; optional weitere Eigenschaften. Der Fischer „In Ear Amp 2” war eine gute Entscheidung, allerdings suchst Du ja was billiges. Bei meiner Recherche kam in der Preisklasse nur Behringers „Powerplay P1” in Betracht.. Bei ca. 60 EUR inkl. passendem Netzteil könnte das einen Test wert sein.


    M.

    2 Mal editiert, zuletzt von martinelli () aus folgendem Grund: Produkt-Empfehlung für Verstärker.

  • Der Behringer P1 hat aber im Vergleich zum Rockboard HA1 deutlich weniger Leistung

    Habe beide Modelle

    Für InEars reicht der P1, bei Kopfhörern (DT770M) geht ihm aber deutlich der Saft aus

    Und ob du nun mit Netzteil spielst oder Akkus nutzt ist jetzt durch die grüne Brille geblickt auch nicht so unterschiedlich (klar Batterien sind ein NoGo)

  • noch habe ich nicht bestellt, aber dieses modell wurde mir von dem eben empfohlen.


    Netzteil kann ich mir nur schwer vorstellen. Noch mehr kabeln.

    Aber klar, bin kein fan von leeren akkus. Werde mir das nochmal überlegen.


    Aber danke, ich bin für sämtliche erfahrungsberichte und kaufempfehlungen offen

    Einmal editiert, zuletzt von flowison ()

  • Ich habe das hier an meinem Behringer P1 hängen, wenn kein Strom da ist:

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    Harley Benton PowerPlant Powerbank, mobile 10000mAH Powerbank für Effektgeräte, kann während der Nutzung geladen werden, 2x DC 9V mit gesamt 1,2 A Outputs für…
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    Ist eine echte Multifunktionspowerbank. 5V und 9V. Tablet laden, Effektgerät und P1 betreiben. Oder alles zusammen.

    Vielleicht lässt sich etwa über die Batteriekontakte vom Rockboard ein passender Anschluss für Powerbanks löten? Das wäre dann nur ein Kabel bis zur Bank.

    Lärmfähig

  • +1 für die SE215.

    Habe die auch schon länger. Schirmen mit den Schaumstoff-Aufsätzen vielleicht sogar fast schon zu viel ab. Klingen insgesamt angenehm, nicht zu spitz und nicht zu badewannig. Das Klangbild ist für die Preisklasse ausreichend differenziert.


    Wahrscheinlich brauchst du aber auch noch einen Kopfhörer-Verstärker. Kabelgebunden reicht am Schlagzeug natürlich. Da gibts z.B. günstige Sachen von Behringer oder bessere und teurere Sachen von Fischer Amps.


    Aber besorg dir erstmal die SE215 und check ab, ob der Pegel vom Pult vielleicht doch reicht.

  • Mono reicht übrigens für die meisten Monitoring-Anwendungen. Stereo kommt da eh nur zum Tragen, wenn man für die Monitormixe am Pult überhaupt Pan-Regler hat.

    Musst aber mal gucken wegen symmetrischer und unsymmetrischer Signalführung. Die Aux-Wege am Pult geben wahrscheinlich ein symmetrisches Signal raus. Ein Mono-Kabel könnte da aber schon Abhilfe schaffen, wenn ich mich gerade nicht irre.

  • Einspruch! Also ja, Mono "reicht" wohl meistens. Aber mit Stereo hat man so viel mehr Möglichkeiten, den Mix durch Panning nochmal viel klarer zu bekommen, so dass man die einzelnen Instrumente viel besser voneinander unterscheiden kann.

  • Aber mit Stereo hat man so viel mehr Möglichkeiten, den Mix durch Panning nochmal viel klarer zu bekommen, so dass man die einzelnen Instrumente viel besser voneinander unterscheiden kann.

    Da bin ich voll bei Dir! Ein Mono IEM ist besser als Wedges und Lärm , aber Stereo ist nochmal viel schöner. Dafür muss aber...

    a) das Pult genug Auxwege haben

    b) die Möglichkeit da sein, die Auxwege zu koppeln

    c) ein Bediener für das Pult da sein, der genau weiß, was er tut.

  • Für meine Aufnahmen will ich Stereo-Monitoring und Stereo-Playback auch nicht missen. Letztes Jahr mit der Top40 Band hatten wir allerdings alle nur Mono auf unseren In-Ears und das fand ich da auch völlig ausreichend. Viele der wichtigen Elemente will ich sowieso in der Mitte haben, wie z.B. den Klick, Kick, Snare, Bass, Vocals. Und weil sich live die Lautstärkeverhältnisse - bedingt durch verschiedene Songs, Instrumentierung, Vocals, Soli usw. ändern, stört es mich oft eher, wenn z.B. eine vorübergehend laute Gitarre, lautes Keyboard oder laute Vocals (fast) nur in ein Ohr dröhnen.


    Und ein guter Mix mit einer vernünftigen Frequenzverteilung klingt auch in Mono noch relativ klar.


    Stereo-IEM ist nice to have, macht die ganze Sache u.U. aber auch wesentlich aufwändiger.

  • Ich weiss nicht warum es so einen Hype um die SE 215 gibt.

    Für weniger Geld bringen die KZ AS10 mehr. Solltest du mal ins Auge fassen.


    Als low budget Verstärker würde ich den Powerplay P2 oä. nehmen. Der und seine Klone können sehr laut und sind mono/stereo umschaltbar.


    Jetzt kommt es noch darauf an, für was du das benötigst.


    Ich nutze ein P16M sowohl im Proberaum als auch live.
    Daran hängst ein SD3.


    Sollte ich mal auf einem Event spielen, wo es kein Digitalpult gibt, spiele ich die SD2 über ein P2, zur Not auch mono


    Die Vorteile eines "in den Ohren monitorings" überwiegen,

    - guter sound, mit etwas Mühe fast wie von CD

    - guter Bühnensound live (immer besser als die Bands die danach laut spielen)

    - längere Haltbarkeit der Ohren.

    - schnellerer Aufbau, weniger Schlepperei

    - wahrscheinlich preiswerter als aktive Wedges


    einen Nachteil kann ich da nicht finden. Man möge mir bitte einen Nachteil nennen.

  • Ich weiss nicht warum es so einen Hype um die SE 215 gibt.

    Für weniger Geld bringen die KZ AS10 mehr.

    Mehr Badewanne? ;)


    Die SE215 schätze ich für ihren unaufdringlichen und ausgewogenen Klang. Der ist schon auch ein bisschen badewannig, aber ohne scharfe / nervige Höhen und nicht zu viel Bass.


    Auch die starke Außengeräuschdämpfung find ich gut. Ist aber nach meiner Erfahrung manchmal sogar zu viel.

  • Ich weiss nicht warum es so einen Hype um die SE 215 gibt.

    Für weniger Geld bringen die KZ AS10 mehr. Solltest du mal ins Auge fassen.

    Gibt es einen Hype? Hier im Thread eher nicht so. Die SE215 & AS10 wurden je 3x vorgeschlagen.

    Die KZ10Pro habe ich auch. Klanglich sind diese mMn den SE215 überlegen. Lösen einfach viel besser auf. Klar, bei der Treiberanzahl sollte das auch so sein. Und sie haben versilberte Kabel, wie die AS10 auch. Da stehen einige ja ganz besonders drauf. 😄

    Nee, im Ernst, die Teile sind klanglich für den Preis ne Wucht.

    Aber sie haben nur Silikontips anstatt Comply Foam bei den SE, dichten weniger gut ab, dh sind weniger gut als Gehörschutz zu gebrauchen und ich finde sie furchtbar unbequem. Während ich die SE nach 2 Minuten nur noch wahrnehme wenn ich darauf achte, halte ich die ZS10 keine 5 Minuten im Ohr aus. Und sie halten in meinen Ohren nicht so gut, auch weil sie vergleichsweise recht schwer sind. Während ich das schreibe habe ich sie gerade mal wieder drin. Sie sind klanglich konkurrenzlos - gemessen am Preis. Etwas zu basslastig abgestimmt für meinen Geschmack, doch ich bevorzuge auch die SE315 gegenüber den SE215. Aber Shure hat die nicht mehr im Portfolio.

    Für mich waren die KZ jedoch eine Fehlinvestition. Ich nutze sie nie. Als IEMs beim musizieren, für mich unvorstellbar.


    tl,dr:

    Wenn du die Möglichkeit hast, probiere vorher aus. Schlecht sitzende, unbequeme, nicht ausreichend gehörschützende InEars sind mMn beim musizieren ein NoGo. Egal welches Modell für welchen Preis.


    Vielleicht liegt da ja der Grund, dass die SE seit vielen Jahren in dem Zusammenhang immer wieder als Budgetlösung erwähnt werden.

    Aber die KZ haben 5!!! Treiber. 🙃😄

    Blaukraut bleibt Blaukraut & Brautkleid breibt Blaubtkreid

    Einmal editiert, zuletzt von dani808 ()

  • Ich lehne mich jetzt vielleicht weit aus dem Fenster, aber warum tauscht du die Tips dann nicht einfach? Habe ich bei meinen alten KZ Kopfhörern auch gemacht, gar kein Problem. Ich bin aber von den Comply Foams wieder weg, die verschleißen mir zu schnell, bin mit Tannenbäumchen gerade sehr glücklich.


    lg

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