Hallo,
Ich bin etwas am verzweifeln. Ich suche einen Snareständer, den ich komplett gerade einstellen kann, und der diese Einstellung auch mit Bellbrass Snare, sehr lauten Rimshots über 2h und dabei wackeligen Podesten hält.
Ich hatte einen Yamaha (finde das Modell gerade nicht mehr). Den konnte ich gerade einstellen, hat aber nicht so gehalten, war irgendwann immer weggekippt. Ist dann auch ein Gussteil gebrochen. Danach hab ich mir einen Tama HS80W geholt. Auch hier selbes Ding. Einstellen geht, hält aber nicht, egal wie fest ich die Schraube ziehe.
Jetzt hab ich einen DW 5000 Snareständer geholt, weil der einen anderen Mechanismus hat, und überall versprochen wird dass der hält. Das tut er auch, aber lässt sich nicht gerade einstellen. Mit der Bellbrass im Korb hängt die Kante vom Rim entweder zwei Zentimeter tiefer oder höher als die gegenüberliegende. Dazwischen gibts nichts, weil gezahnt. Hab's mit Wasserwaage nachegemessen. Paar mm sind ok, aber 2cm ist schon sehr viel und nichts was ich mit irgendwas unterlegen auf der einen Seite ausgleichen könnte. Habt ihr Tipps?
Snareständer der sich gerade einstellen lässt und so hält
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Moin,
ich besitze einen Pearl-S1000. Der sollte das alles erfüllen. Der hat eine gigantisch große Flügelmutter unten, ist super schwer und kann auch absolut gerade sein. Das Nachfolgemodell ist der Pearl-S1030. Der ist nicht nur so schwer wie deine Snare sondern kostet auch ähnlich viel

Auf dem Bild kannst Du die Flügelmutter ganz gut erkennen. Das ist alles stufenlos und
Pearl-S1000:
Am S-1030 ist noch mehr verchromt. Da hat Pearl das sichtbare Plastik bei der gesamten Hardware stärker versteckt.
Ob es garantiert zu 100% funktioniert, kann ich natürlich nicht gewähren. Die Belastung ist halt auch einfach am Maximum.
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Ich denke, mein altes Sonor Snarestativ könnte deine Bedingungen erfüllen!
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mein altes Sonor Snarestativ könnte deine Bedingungen erfüllen!
Genau das dachte ich auch, und für tonnenschwere Bell Brass gibt's die auch in der doppelstrebigen Phonic (Plus)- oder Signature-Variante (zugelassen bis 2 Tonnen
)Gerade bei #Kleinanzeigen gefunden. Wie findest du das?
Der Sonor-Schnellverschluß ist imho bei Snareständern übrigens das coolste Feature ever.
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Vielen Dank schonmal für die vielen Vorschläge. Idealerweise hätte ich gerne etwas mit Zahnung, weil alles ohne Zahnung bislang nicht dauerhaft gehalten hat. (Auch wenn der Tama nur gelobt wird bei Thomann). Bei ner gezahnten Winkeleinstellung kann ja überhaupt nichts rutschen. Allerdings muss der dann wirklich einigermaßen gerade gehen. Nicht wie der DW.
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Also ich empfehle bei schweren Snares den Yamaha 950, das ist die schwerste Ausführung bei Yamaha, da gibt's sogar noch Dornen für die Füße, damit der Ständer nicht weghoppeln kann , aber insbesondere eben sitzt das stufenlos einstellbare Kugelgelenk genau im Zentrum des Ständers, was bei der Ausrichtung insbesondere bei schweren Snares günstiger ist, als nicht zentrierte Gelenke. Das sitzt dann in der Regel bombenfest.
Gleichwohl: die hier von Vorrednern verlinkenkten Pearl und Gibraltar sind davon abgesehen ebenfalls sehr gut. Nachteilig bei einigen Pearl Modellen sind allerdings die wuchtig ausfallenden Gummihalterungen, die – je nachdem wie man sitzt oder wie man die Snare eingestellt hat - durchaus zu Problemen führen können.
Mit Tama hatte ich seltsamer Weise bislang immer nur Schwierigkeiten, trotz Tonnenschwerer Ausführung hab ich mit den Dingern immer Stress gehabt. Irgendwas war da immer.
Allerdings muss man auf eins achten: fast alle stufenlos einstellbaren Ständer mit Kugelkopf Gelenk lassen sich eigentlich exakt ausrichten. Dass es trotzdem immer mal wieder zu Problemen kommt, insbesondere für Hochsitzende Drummer, ist, dass die Flügelschrauben so tief sind, dass man automatisch beim Einstellen des Korbs am Ende irgendeine Bewegung macht, die die gerade Ausrichtung dann doch wieder im letzten Moment des zudrehens der Schraube hinfällig werden lässt. Insbesondere bei Tiefen Snares ist es manchmal echt eine Kunst.
(Tip: jedes Handy, jedenfalls alle iPhones, haben die Wasserwaage als App gleich eingebaut. Die kann man gut nutzen, um den Winkel immer gleich einstellen zu können (so auch bei den Toms). Denn je nachdem, wie das Set aufgebaut ist, ergeben sich optisch oftmals viele Fluchtlinie, die manchmal sie Snare fälschlicherweise schräg oder gerade aussehen lässt, obwohl sie vom tatsächlichen Winkel richtig eingestellt ist. So eine App kann die Sache dann schon etwas objektivieren.).
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Mein Pearl S-930 hält die Glockenbronze auch ohne Probleme totz Kugelgelenk und kostet nicht die Welt
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Bei ner gezahnten Winkeleinstellung kann ja überhaupt nichts rutschen. Allerdings muss der dann wirklich einigermaßen gerade gehen.
Hier gibt’s zwei Probleme:
1. alle höherwertigen (teureren) Ständer sind ohne Zahnung. Die Industrie hat das als Qualitätsmerkmal festgelegt. Es wird damit geworben, dass der Drummer unendlich viele Einstellungsmöglichkeiten hat.
2. dein Anspruch, es soll gerade -ich schätze waagerecht - sein.
Da kann Zahnung ein Problem sein, weil genau zwischen fast waagerecht und gerade so nicht mehr waagerecht ein Zahn liegen kann, der deine präferierte Einstellung verhindert.
Die Empfehlungen von Pearl, Yamaha, Gibraltar und Co. würden aber Problem 1 schon mal lösen.
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+1 für die Pearl S1000 oder S1030 oder auch die alten S-950, die ebenfalls den stufenlosen Gyrolock haben! Letzteren bekommt man manchmal für 30-50 auf dem Gebrauchtmarkt.
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Moin
Ich bin da auch bei Pearl. Das Gelenk bei dem 1000er (Gyro Lock) den ich hab, hält bombenfest

Mein Live-Ständer (Tama) ist zwar (vermutlich) nicht für so eine Kirchenglocke ausgelegt, geht aber auch flach und ist gerastert.
Mal bei denen nachschauen, schlechte HW bauen die ja generell nicht.

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Idealerweise hätte ich gerne etwas mit Zahnung
Ich verstehe deinen Wunsch, und aus bereits genannten Gründen kann sich das mit der absolut waagerechten Aufstellung beißen. Wobei ich mich tatsächlich frage, weshalb dir das so wichtig ist, dass du sogar mit der Wasserwaage nachmisst. Wenn wir Drummer nur ein Viertel so präzise spielen würden, wie wir verbindlichen Aufbau fordern, wäre die Welt voll von hervorragenden Drummern

Aber egal, die von mir verlinkten Sonor-Ständer haben auch keine Rasterung, halten aber wirklich eisern ihre Position. Ich verwende einen meiner beiden, um meinen Gitarrenamp draufzustellen, und der ist vermutlich noch schwerer als ne Glockenbronze-Snare. Da wandert echt nix mehr. Und man bekommt sie relativ regelmäßig gebraucht angeboten, zwar nicht ganz billig, aber die Dinger sind auch unkaputtbar und toll verchromt. Meine beiden aus den 80ern sind immer noch in super Zustand und richtig "heavy duty".
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Normal messe ich das natürlich nicht mit Wasserwaage, aber mir kam es mit Augenmaß schon recht viel vor, und hab es eben nachgemessen. Auch um es hier präzise beschreiben zu können. ist halt einfach mal eine Rasterung von ca 4cm Unterschied der Kante. Und eben entweder 2 cm zu tief oder 2 zu hoch. Und das ist mir einfach zu viel, gerade bei einem Stativ das über 200€ kostet, das ich täglich benutze, und für mich einfach passen muss.
Und Nachtrag: ich konnte natürlich auch mit den anderen Stativen spielen, ich hätte aber gerne eines, das mich nicht täglich nervt. -
Dw 9300 feddisch wat anderes brauchste nich
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Hallo,
ich stelle meine Ständer erst ein und lege dann die Trommel darauf, das erspart mir balancierende Kraftübungen.
Meine Ständer (Phonic, Protec, SS677MC) lassen sich alle gerade einstellen und halten jedenfalls bei mir alle vorhandenen Trommeln.
Ich habe allerdings noch nicht versucht, 90 Minuten lang Rim Shots in fff zu vollziehen. Irgendwann ist natürlich jede vorherige Einstellung dahin,
wenn dein starker Arm es will.
Grüße
Jürgen
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Ich bin beim Aufbauen wirklich unzickig, aber dass die Snare im richtigen Winkel steht ist mir auch wichtig. Ich spiele Akzente eigentlich immer als Rimshots und da macht der Winkel mir schon was aus.
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JoP zunächst Kompliment: Du hast Dein Problem super-exakt beschrieben. Es ist sofort klar was Du meinst.
Wenn jeder so sauber beschreiben könnte, würde man sich viel Zeit und Kummer sparen.

Obwohl alles super-verständlich ist, 1-2 kleine Anmerkungen:
Ich habe den Roadpro mehrfach im Leben besessen und auch aktuell noch. Das Roadpro-Quick-Set-Neigungswinkel-Prinzip der stufenlosen Einstellung ist so simpel wie genial. Durch mehrere übergroße "Unterleg"-Scheiben wird die Haftreibung immens potenziert.
Dieses Prinzip wirkt nicht mehr, wenn irgendjemand davon etwas entfernt hat. Ich gehe jetzt aber mal bei Deinem Roadpro-Stativ davon aus, dass keiner etwas verbastelt hat.
Ich fände es super (auch aus non-altruistischem Eigeninteresse
) wenn Du folgendes versuchst, sofern Du den Tama Roadpro HS80W noch hast?Deswegen nun klein gedruckt, denn wenn Du ihn nicht mehr hast, können wir das folgende nicht mehr prüfen!
1.) Zieht man die Flügelmutter sehr fest an, ist es mir nicht möglich den Winkel zu verändern.
2.) Zieht man nun nochmals gefühlte 2-3 Millimeter weiter (zum Beispiel durch "Einkeilen" der Flügelmutter mit 2 Drumsticks und beiden! Händen und nun massiver Hebelwirkung... mein Bild zeigt leider nur Hand eine weil ich auf die Schnelle mit der anderen die Kamera halten mußte... hahaha) ist selbst unter großer bis größter Kraftanstrengung meiner Einschätzung nach keine Veränderung des Winkels mehr möglich. Ich habe vorhin Kräfte angewandt wo sich eher das Metall des Snarestands verformt! als dass der Winkel sich auch nur einen Hauch verändert ;-). Dicht an Bombenfest.
Ich fände es klasse, wenn Du das mal bei einer Probe anwendest.
Die "Gefahr" ist nicht allzu groß, da im Worstcase die Tama-Flügelmutter beschädigt wird oder die Schraube. Beides wäre als Ersatzteile für 2-3 Euro ersetzbar.
Wenn diese Trommelstock-Methode wirkt, würde man dann einfach im Metallbedarf-Shop eine deutlich größere Flügelmuttern ordern, also damit der Muskel-Impact künftig besser umgesetzt wird.
Disclaimer: diese Methode ist für viele andere Produkte oder Stative ausdrücklich nicht empfohlen, da bei jenen teilweise Gewindegänge oder Einzelteile nicht so leicht separierbar sind bzw. "komplexer verbaut" sind und/oder Folgewirkungen auf weitere Bauteile schwerwiegender wären. Das meine ich nicht ironisch sondern sehr gewählt: ernst! Bei den Roadpro Quick-Set-Neigungswinkeln hingegen ist das Bauprinzip - nochmals erwähnt - absolut simpel wie genial.
Gruß vom Sonnenstudio1 -
Kann ich gut nachvollziehen, ich hasse es auch, wenn Dinge am Set anders sind als gewohnt, bin ich extrem picky.
Halte das aber auch für okay: ich meine, man sagt ja auch nicht zum Pianisten: "sorry, aber wir haben dir das C jetzt mal 5 cm nach rechts verschoben und das F 3 cm nach links". Und der Gitarrist muss auch nicht damit klarkommen, dass seine e Seite mal 4 cm weiter unten angeschraubt wurde.
Und es gibts wohl nichts nervigeres als beim Rimshot wegen falsche Snarehöhe oder -Winkel sich entweder auf die Oberschenkel zu dengeln oder pausenlos am Rim zu scheitern und sich die Vibrationen Comic-artig-federnd in den Ellbogen zu beamen.
Zur Muscle memory gehört jedenfalls für mich auch eine immer gleiche Hardware-Position (das man gelegentlich auch mal Alternativen austestet, hindert das ja nicht).
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was ich mit meinem obigen Post zugegebenermaßen etwas komödiantisch darstellen wollte, ist, dass deine Voraussetzungen und Wünsche möglicherweise schwer zusammenzubringen sind, wenn die genannten Alternativen, die nun wirklich ziemlich das massivste am Markt sind, für dich auch nicht funktioniert haben. vielleicht brauchst du dann wirklich eine aus massivem Stahl geschweißte Speziallösung (ich kann es mir allerdings nicht vorstellen).
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