Kann man die 16tel Hi-Hat (einhändig) so spielen? Ist es die Down & Up Stroke Technik?

  • glaube, dass das auch schädlich für die Becken ist, die so anzuspielen.

    Eigentlich ergibt das Sägemehl und verkürzt die Lebensdauer der Sticks erheblich.

    Es geht hier um Akzentuierung und nicht um Zerstörung von Becken.

    Sticks mussten bei mir häufig mal den letzten Weg antreten-meine HiHat Becken hab ich jetzt 25 Jahre und da ist noch keine Beule drin ;)

    Das ist klar, aber bei mir war’s so, dass ich die dumme Angewohnheit hatte wirklich gegen die Kante der geschlossenen Hihat zu schlagen und bei meiner alten Hihat waren dann feine Risse im Bottom und ich bin kein Heavy Hitter.

  • Jeder was er sie es kann.


    Ich sage mal so - idealerweise hast du eine Zielsetzung wo du mit dem Schlagzeugspiel hin möchtest. Wenn du meinst einen Weg gefunden zu haben, fein. Ich würde sagen, dass es sich dabei niemals um eine Einbahnstraße handelt. Manchmal hilft es eben auch den Rat von Leuten anzunehmen, die schon ein paar Kilometer mehr auf dem Tacho haben. Will sagen - mach dein Ding, aber halte zwischendurch mal an und frage nach neuen Wegen. Ich fahre damit ganz gut ;)

  • Dein Bewegungsablauf sieht völlig unkontrolliert und nach Fuchsschwanz aus,

    Das stimmt, du wischt von rechts nach links. Das meintest du doch damit ,oder? ...dieses wischen...


    Das kenne ich nur von den Ride-Becken Jazzern/Swingern.

    Eine gute Übung :


    RRRR /LLLL

    down,tap,tap, up

    full,down.tab, up

    down,up,full full


    full=full stroke

    tap=tap stroke

    down=down stroke

    up=up stroke


    So hast du ne Kombi aus allen. Langsam und kontrolliert üben. So schwer ist es nicht. Einfach mal nicht so hektisch an die Sache gehen.

    Übe langsam und sei dir über jeden Schlag bewusst wie du ihn ausführst und beobachte deine Hände dabei.


    ....andere Möglichkeit . Lass doch erstmal die Akzente weg und übe ein einfachen 16tel Slow Groove.

    Wenn das klappt kannst du als zweiten Schritt die Akzente mit einbauen.


    Hat nicht sogar hier ein Forenmitglied (deinschlagzeuglehrer ) ein tolles Tutorial zu diesem Thema veröffentlicht?

  • wenn ich den Schaft nicht an die Kante schlagen muss dann habe ich mehr Rebound


    Werft mit Sticks nach mir, wenn ich jetzt was falsches sage. Die Marke kennt ihr hoffentlich. Bei dieser Whip-Technik braucht man eigentlich nicht viel Rebound, weil nach dem Akzent kommt ein Tap und der wird knapp über der Schlagfläche gesetzt. Das meiste kommt aus der Bewegung selbst. Ich habe meist das Gefühl, wenn ich die Kante anspiele, spiele ich die HiHat mit dieser Technik schneller.

    Der Downstroke ist ja quasi ein abwürgen des Rebounds.

    Ich will ja schnell diese 1cm haben. Je langsamer man es spielt, desto mehr sieht es nach abwürgen aus. Sicherlich macht man sich den Rebound auch zu nutze, aber auch dieser will kontrolliert sein.

    Es getrennt üben ist hier völlig richtig. Klar will man sofort die ganze Choreographie tanzen, aber das funktioniert nun mal nicht immer.

    Entweder man übt es langsam getrennt voneinander, macht es richtig und fügt es später ebenso langsam zusammen.

    Oder man macht es wie in den Videos gezeigt und baut unnötig Fehler ein, die man sich möglicherweise auch noch angewöhnt.

    Das das flüssig läuft brauch Zeit. Ich übe die Open/closed Technik jetzt knapp ein Jahr lang und es beginnt jetzt erst einigermaßen zufriedenstellend flüssig zu laufen. Richtig anwenden tue ich es nur dann, wenn ich es bewusst anwende. So richtig intuitiv spiele ich es noch nicht. Auch sowas braucht seine Zeit.


    Mit Metronom zu üben ist nie verkehrt. Würde es aber erst dazu nehmen, wenn der gesamte Bewegungsablauf steht und reibungslos läuft.

    Ich habe es jedenfalls so gemacht. Es geht je erstmal nicht darum nach Noten zu spielen, sondern den Bewegungsablauf zu üben.



    Bringst Du jetzt uns bei, wie man Up- und Downstrokes spielt?

    Naja.. nach der Definition hat Marcel eigentlich nie gefragt, sondern ob das, was er uns in seinen Videos zeigt, Downstroke und Upstroke ist.

    Kleiner Unterschied, ob jemand die Begriffe kennt, sie aber nicht auf Parkett bekommt. Bekommt man dann hier und da dumme Bemerkungen an den Kopf geworfen (in einem Forum leider Normalität), so muss man sich nicht über seine Reaktion wundern ;)

  • Das stimmt, du wischt von rechts nach links. Das meintest du doch damit ,oder? ...dieses wischen...


    Das kenne ich nur von den Ride-Becken Jazzern/Swingern.


    also ich kenns auch auf der HH und sogar von "Rockern" :) ;)


    Edith:Allgemein zum Thema,

    oder zur Aussage erst mal "nur" mit einfachen Grundlegenden Dingen beschäftigen.

    Der Meinung bin ich nicht, weil auch genau die sich auch so einschleifen und verfestigen können, dass man für andere Dinge, die man vieeleicht zum momentanen Zeitpunkt zwar, noch nicht ganz richtig und perfekt ausführt, später aber vor hat, dann nur mehr schwer weg kommt.


    Also ein gesundes Gemisch aus Beiden, sollte nicht verkehrt sein.

    Und Spass, Freude auch Experimentierfreude ist doch mit dass Wichtigste und auch Antrieb zugleich.

    ich höre immer du musst, du brauchst.....ist "modern", "out", "in", "trendy" und so....
    ich mach`s wie`s mir passt, schei.. auf die Säue, die laufend sinnbefreit durch
    die Dörfer getrieben werden.



    2 Mal editiert, zuletzt von orinocco ()

  • Moin, ich habe als Ü30 Beginner gedacht ich hätte den Durchblick. Man ist ja schon gross und weiss was man tut. 🙄 Also recht früh schon Paradiddles usw „geübt“ und auch anderes „Gefrickel“ (bezogen auf Neulinge, zb 16tel Grooves).

    hier stand schon ein halber Roman, kurz:

    Nach sieben Jahren habe ich mit regelmässigen Unterricht (bei einem Lehrer, der mir auch was beibringen wollte - ein früherer Versuch erwies sich als Fehlschlag) begonnen und erstmal die Basics richtig gelernt. Stockhaltung, Grundschläge, Rebound nutzen usw.

    Hätte ich früher machen sollen. Rückblickend habe ich einige Jahre verschwendet. Manchmal ärgert mich das, man hat ja nicht mehr soviel Zeit, lernt im „Alter“ nicht mehr so schnell und überhaupt. Meine grosse Klappe ist dann recht schnell klein geworden. Von wegen Durchblick, Dunning und Kruger lassen grüssen. 😀

    Soviel zu meinen Erfahrungen. Aber das kann ja bei jedem und jeder anders sein.

    Blaukraut bleibt Blaukraut & Brautkleid bleibt Blaubtkreid

  • also ich kenns auch auf der HH und sogar von "Rockern"

    Das kannte ich nicht, Dann werde ich zukünftig nur noch einen Rat geben wenn ich mir 100% sicher bin. Danke für deine Korrektur.


    oder zur Aussage erst mal "nur" mit einfachen Grundlegenden Dingen beschäftigen.

    Der Meinung bin ich nicht,

    mmhh...Naja.dann darf ich Katchi zitieren :nDu zäumst sonst das Pferd von hinten auf. Das, was du hier üben willst, setzt genau dieses Grundverständnis voraus. Auch mein damaliger Lehrer sagte : Erst die Grundlagen...dann der nächste Schritt. Bei mir mir klappt es auch nur so.

    Aber viell. ist es bei jedem anders und auch hier ist es von der Person abhängig und individuell zu betrachten :)

  • Vielen Dank Lexikon75 für Deine Empfehlung. Ich habe hier das betrefefnde Video direkt mal eingebettet:


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    Vielleicht hilft es weiter!

  • Nur kurz:

    Unterricht in der Musikschule anno 1980:

    1. Jahr: nur kleine Trommel, Stockhaltung etc.

    Ab dem 2. Jahr dann Doppelschläge, langsam kommen die anderen Trommeln dazu (D. Agostini)

    Im 3. Jahr paradiddles, synkopierungen usw.


    Aber das ist lange her, heutzutage scheinbar nicht mehr üblich, sondern durch Ungeduld und im Internet angelesenes Halbwissen ersetzt worden.


    IMHO kann in den ersten Jahren des Schlagzeug-Spielens nichts und niemand einen kompetenten Lehrmeister ersetzen.


    Herzlichst

    Euer böser, alter Mann

  • Ich hatte Unterricht bei einem der wenigen Lehrer, die das heute noch so machen (auch D. Agostini) . Paradiddle in allen Sorten auf alle möglichen Trommeln verteilt mit HH und BD etc. Es war lange eher anstrengend aber im Nachhinein bin ich unglaublich froh darüber.


    In meiner Gegend gab/gibt es mehrere Musikschulen an denen damals 2 meiner Freunde Unterricht hatten (und auch ich hatte dort eine Probestunde). Die waren schon nach kurzer Zeit in der Lage (nach einer Anfänger Auffassung) "Hammer" Beats und Soli zu spielen. Im Nachhinein war das natürlich nur sinnloses Gekloppe.


    Deshalb: Unbedingt alles bezüglich Technik konsequent durchziehen! In wenigen Jahren siehst du was es dir Unglaubliches gebracht hat. Lass dich nicht von diesen "Nach einem Monat kannst du das und das spielen" Werbesprüchen locken.

    Speed ist alles!

  • Nachdem ich das hier überflogen habe, hab ich eigentlich nur einen Tip für dich:

    Nimm Unterricht bei einem vernünftigen Lehrer in der Analogwelt.


    Die Chancen stehen glaub ich nicht schlecht, dass dir hier im Forum jemand einen vernünftigen Lehrer empfehlen kann, wenn du uns sagst in welchem Gebiet der denn sein müsste.

    Natürlich alles ohne Gewähr, aber damit bist du ziemlich sicher besser bedient als mit deinem Onlinekurs.


    Um auch auf deine Eingangsfrage noch zu antworten:

    Ja, natürlich man kann 1/16 Noten mit einer Hand spielen.

    Ja, das kann man mit der Up-/Downstroketechnik machen. Man kann das aber auch anders machen, je nach Tempo und dem Können des jeweiligen Drummers.

    Außerdem: Diese Kombinationstechnik aus Up- und Downstroke macht durchaus Sinn; du hast da nicht nach einem Monat Schlagzeugspiel einen Fehler entdeckt, den abertausende von Drummern in der Vergangenheit gemacht haben und immer noch machen. Du bist nur noch nicht so weit, dass du damit umgehen kannst.

    Zusatzantwort:

    Du solltest dich noch nicht mit einhändigen 1/16 Noten mit Up-/Downstroke beschäftigen. Da gibt's noch ein paar Baustellen und deutlich Wichtigeres davor.


    Viel Erfolg mit deinem Schlagzeugspiel ;)

  • Zwar hatte ich hier zu Beginn und mehrfach auch einen Lehrer empfohlen, bin selbst aber fast gänzlich Autodidakt. Vor allem um selbst zu Unterrichten, werde ich noch mal richtig Unterricht nehmen. Es geht dabei ja nicht nur ums "Spielen können" ...


    Stephan Graf, mit dem ich z.Z. auf Tour durch Deutschland bin und im Studio an einem Album für ein neues Projekt arbeite, ist an Gitarre und Gesang auch Autodidakt. Der lebt von seinen Auftritten.


    Erst letztes Jahr hatte ich mir ein Übungspad besorgt und mich auch mal richtig mit allen Rudiments beschäftigt. Nun kann ich die meisten in relativ hoher Geschwindigkeit tight runter spielen.


    Worauf will ich damit nun hinaus? Ganz einfach:

    Autodidaktisch vorzugehen geht durchaus. Es ist sicherlich nie der beste Weg ... der beste Weg ist wohl immer ein individuelles Mittelding aus Eigeninitiative, großer Begeisterung usw. und der Begleitung und Anleitung durch gute Lehrer.


    Aber in diesem speziellen Fall hier sehe ich keine andere Möglichkeit als einen Lehrer. Das fängt schon bei der grundsätzlichen Einstellung des TEs an ... und mit dieser ist man ganz weit davon entfernt, eigenständig und ohne Hilfe Fortschritte zu machen.

  • Autodidaktisch vorzugehen geht durchaus. Es ist sicherlich nie der beste Weg ... der beste Weg ist wohl immer ein individuelles Mittelding aus Eigeninitiative, großer Begeisterung usw. und der Begleitung und Anleitung durch gute Lehrer.

    Je weiter am Anfang man steht, desto wichtiger ist ein Lehrer. Wenn man erst mal einen guten Grundstock an Fähigkeiten hat, kann man sich auch ohne Lehrer gefahrlos Neues aneignen.

    Hat man keine Möglichkeit Unterricht zu nehmen (Lebenssituation, Wohnort, Arbeitszeiten....), ist es dringend angeraten, sein Tun genauestens zu reflektieren. Am besten filmt man das eigene Spiel und gleicht es mit anerkannten Lehrvideos ab, also nicht mit ungeprüften Youtube Videos, sondern mit Lehrvideos von Jojo Mayer oder Benny Greb und anderen Leuten aus der Liga.

  • @ Marcel86 Welche Geschwindigkeit (BPM) gibt deine Onlineschule für diese Übung (16tel einhändig) an ?


    Gar keine, nur das man langsam spielen soll, das ist aber ein generelles Problem. Egal ob bei Youtube oder im online Kurs, es ist immer die Rede von langsamen Spielen aber ohne BPM Angabe, trifft leider zu 100% zu 🤷‍♂️ ich spiele die 16tel am Schlagzeug jetzt auf 50 BPM. Am Übungspad mit 65 BPM.


    Aber in diesem speziellen Fall hier sehe ich keine andere Möglichkeit als einen Lehrer. Das fängt schon bei der grundsätzlichen Einstellung des TEs an ... und mit dieser ist man ganz weit davon entfernt, eigenständig und ohne Hilfe Fortschritte zu machen.


    Woher willst du das wissen, du hast mich nich nicht einmal 8tel spielen gehört, weder einhändig, beidhändig ohne freihändig (nur mit dem Fuß). 🙄 Deshalb kann ich deine Aussage auch nicht ernstnehmen, ich beurteile deine Schlagzeugtechnik auch nicht durch deine Schreibweise.


    _____________


    So jetzt habe ich die Technik verstanden, mit den 16tel Up & Downstrokes 🙂 auf dem Übungspad habe ich eine gewisse Routine entwickelt, am Schlagzeug mache ich noch Fehler, wenn ich gleichzeitig die HiHat und die Basedrum spiele. Und alles ist so langsam (50 BPM)


    Jetzt fallen mir die normalen 8tel Noten viel leichter, ist es üblich die Up & Downstroke Technik auch dort, also bei den 8teln anzuwenden? Bisher habe ich nur 8 "normale" Schläge gespielt 🤷‍♂️

    3 Mal editiert, zuletzt von Marcel86 ()

  • mc.mod

    Hat das Thema geschlossen

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