Neulich in einem musikalischen Fachforum...

  • ...erklärt jemand aus der Riege "leitender Position" vollerÜberzeugung :"...man kann einen Song auch kaputt spielen...der Pianist frickelt zu viel rum."


    Dass aufgrund der Reaktionsgeschwindigkeit weder Erklärung des Künstleres noch die anschließende Performance überhaupt wahrgenommen werden konnte....Randbemerkung...

    Naja...hier die Nummer, um die es ging:



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    Ich persönlich finde die Nummer im Zusammenhang mit der Vorgeschichte sehr gelungen interpretiert. Meinungen?

  • Ich hab’s inklusive der Einleitung gehört, und ich finde es geschmackvoll und dynamisch sehr gut gemacht. Eine ganz eigene Interpretation, aber nach meinem Dafürhalten eine sehr sehr gute. I like!

    667 - The Neighbour Of The Beast!!

  • Wo ist denn da jetzt groß Gefrickel dabei? Ist doch eigentlich ne schöne, flüssige und athmosphärische Nummer.
    Aber gut, ist eben alles Ansichtssache und Geschmäcker zum Glück verschieden.

    Ich find, mit Ausnahme der etwas skurrilen Flöte, den Chorus dieser Version verglichen zum Original auch wesentlich geiler. Meine Frau findets furchtbar ^^

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  • Guter Mann, interessanter Ansatz, aber das Ding selbst ist in meinen Ohren gruselig. "Frickelig" ist aber mE nicht der richtige Begriff. "Overplayed Kitsch" triffts da schon besser.


    "Pommes/currywurst hat einfach seine eigenen Gesetze."
    (c) by frint / 2008


    "Es macht so viel Spaß, ein Mann zu sein, das können sich Frauen gar nicht
    vorstellen!" (c) by Lippe / 2006

  • In meinen Augen ist das besserer Fahrstuhlmusik. Alles ganz nett gespielt, aber Songs wie "Hallelujah" können durch künstlerische "Interpretation" nur verlieren. Das Lied - für mich ist es ein modernes Volkslied - lebt und berührt durch seine Unmittelbarkeit. Ein Musiker, der das nicht spürt, stellt seine Interpretation über das Werk und hat damit das Thema verfehlt, ob er nun frickelt oder nicht.

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  • Wo Musik erklingt, da lasse dich nieder, denn Böses kennt keine Lieder.

    Darum fahren die meisten Menschen bestimmt auch so gerne Fahrstuhl ;)


    Einmal "live" auf deren Konzert und man ist ein anderer Mensch.

    Igorrr

    Der Kommentar "Hold mein Beer!" ist so passend, wie das Komma vor dem ",dass".


    Meine Meinung; Wer sich ein Song nimmt und ihn nach seinen Vorstellungen interpretiert, derjenige hat sich auch mit dem Original beschäftig.

    Würde sogar behaupten, möglicherweise sogar mehr als derjenige, der einen Song original getreu covert.

    Ist halt dann nur eine Kopie, gemessen am Original.

    Nicht falsch verstehen. Wer Musik macht, egal auf welche weise, ist eine tolle Sache.

    Sobald lediglich nur ein Kopie abgeliefert wird, dann wird es uninteressant für mich. Bei Cover-Sachen möchte ich ganz klar den Musiker raushören, der dahintersteckt. Damit ich mir eine Kopie lieber anhöre als das Original, dann muss es besser sein. Oft bei Metallica der Fall ;)


    Anders ist es, wenn ich gecovertes "live" höre oder ich den Musiker kenne. z.B. wenn hier aus dem Forum jemand etwas covert.

  • Einmal "live" auf deren Konzert und man ist ein anderer Mensch.

    Igorrr

    Versteh nicht ganz den Zusammenhang mit dem threadthema, aber vielleicht hätt ich das, wenn ich länger als 41 Sekunden durchgehalten hätte (und das war schon schwierig), sowas macht mich so „magenaggressiv“ 😝 wär da noch was von halleluja gekommen?

    Müsst ich die live sehen, dann wohl nicht nüchtern, so wie jetzt, angsoffen halt ich das vielleicht aus 😅

    Dagegen ist das hallellujaklaviergefrickel für mich wie ein seelenbalsam. Ich find die Version interessant, nicht schrecklich. Ich erwarte mir von Halleluja nur was anderes.

    Lustig, wie die Geschmäcker hier auseinandergehen.

    Edith meint übrigens, dass das schlimmste am Halleluja Video da oben der Kontrabass ist. Das passt ja gar ned, was der da spielt. 🙈

    Lieber brennende Herzen, als erloschene Träume! <3 xxxx Love life, and live! - It's worth it.


    “You are never too old to set another goal, or to dream a new dream.” ― C.S. Lewis


    Don‘t waste your time or time will waste you. (Muse - Knights of Cydonia)

  • Ob ein Cover/Neuinterpretation gefällt (im Sinne von "hätte es das jetzt gebraucht?"), ist wohl eine Frage des Geschmacks - und vielleicht auch des Neidfaktors.


    Ich kenne es aus Diskussionen mit "ambitionierten Hobbymusikern". Angefangen vom Proben eines Covers im Proberaum, wo über die nicht geübte (nicht verstandene) Stelle mit der Ausrede "wir spielen doch eh unsere eigene Version davon" drüber gegangen wird - bis zur "fundierten Meinungsabgabe" zu Coverversionen anderer wie "Queen kann man nicht covern, Punkt." Da möchte ich hier niemanden persönlich angreifen!

    Aber:

    Wer sich ein Song nimmt und ihn nach seinen Vorstellungen interpretiert, derjenige hat sich auch mit dem Original beschäftig.

    Würde sogar behaupten, möglicherweise sogar mehr als derjenige, der einen Song original getreu covert.

    Und ich sage immer: Man hört es, ob ein Cover bewusst anders (einfacher) gespielt ist, weil man sich damit beschäftigt hat, oder ob es durch Unfähigkeit anders klingt. :saint:


    Im Beispiel des Startposts müssen wir ja aber nicht darüber diskutieren, ob der Mann und auch seine Mitmusiker "was können". Wenn ich so etwas sehe/höre, dann motiviert es mich. Ich möchte am liebsten sofort mit anderen Musikern jammen und auf meinem Niveau ein Cover interpretieren...muss ja nicht immer gleich vor Publikum landen. ;)

    Four on the floor sind zwei zu viel.
    SONOR Vintage Series: 22" BD; 14" Snare-Drum; 12", 13" TT; 14", 16" FT
    PAISTE 2002 Big Beat: 15" HiHat; 18", 20", 22" Multi, 16" PSTX Thin Crash, 14" Stack aus PST7 China und 14" PTSX Thin Crash

    VIC FIRTH 5A American Classic Hickory, REMO Ambassador Coated

    >> Mein Vorstellungsthread

  • Keine Ahnung in welchem Fachforum du dich da rumgetrieben hast, da würde ich nicht bleiben wollen.
    Auch wenn ich den von dir verlinkten Song nicht ertragen kann. Ist halt kaputtgefrickelt :-)

    don´t panic

  • Ich finde das oben nicht schlimm, aber auch nicht richtig toll. Viele Noten, ja. Sind da, als wäre Art Tatum am Werk oder Mozart, nur spielten die die vielen vielen Noten anders. So, wie das Stück gespielt wird, lässt es dem Lied zu wenig Luft zum Atmen, trotz der Intention des Pianisten. Finde ich.

    Some like it, some don't.


    Wenn drüber diskutiert wird, zeigt es zumindest eins - Musik ist streitbar und das gespielte ist gut genug, um einen Meinungsaustausch zu befördern. Oberhalb des Basler-Niveaus.

    "You don't have to show off" - Peter Erskine

  • Puh, das Stück ist ja wirklich 1000e Male gecovert worden, und ich finde, es bietet sich wirklich an, es recht zurückhaltend zu interpretieren (übrigens auch anders als Leonard Cohen). Das macht der Herr Valle nun wahrlich nicht. Aber eine weitere zurückhaltende Version wäre ja nun auch wieder langweilig. Insofern: sicher nicht meine Lieblingsversion, aber "kaputt" finde ich zu hart beurteilt.


    P.S.: man möge mich schlagen, aber mir gefällt die Version von Rea Garvey am besten.

    Nix da.

  • Mir geht es natürlich nicht darum, Leute mit "meiner Mucke" zu missionieren und ich kann selbstverständlich auch ein "Boaah, klingt für mich echt total schrecklich" bestens akzeptieren. Was mich immer wieder irritiert, ist die oftmals begleitende Herabwürdigung - insbesondere wenn diese Leute sich doch selbst mit einem Instrument beschäftigen. Der geschilderte Vorfall von neulich war da übrigens lediglich Initialzündung, mein generelles Unverständnis hierüber mal zu thematisieren.


    Dieser neue Typ im roten Trikot erzählt ja immer was von "Respekt"...vielleicht hilfts ja.


    Hier noch die "Gute-Nacht-Musik" und diesmal echt aufgeräumt mit deutlich weniger Noten...

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