Musik, die ihr gern hört, die aber außerhalb eures spielerischen Stils und eurer Fähigkeiten liegt

  • Ich fang einfach mal mit einem populären Beispiel an, das mich auf die Idee für diesen Thread gebracht hat:


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    Diese Nummer (und das Album) hatte ich in den letzten knapp 10 Jahren immer mal wieder gehört und kürzlich wieder entdeckt. Jetzt hab ich mich auch mal mehr mit anderen Werken der Band beschäftigt. Das ist definitiv was, das spielerisch weit außerhalb meiner Range liegt und wo ich auch keinen Anspruch habe, das nachzuspielen. Ich bin spielerisch ja nicht explizit auf ein Genre festgelegt, bin aber definitiv eher ein Groover als ein Blaster. Ich höre auch viele unterschiedliche Genres, mitunter auch ohne handgemachtes (Akustik-)Schlagzeug. Aber das soll hier nicht Thema sein.


    Wie sieht's da bei euch aus? Es geht hier explizit um Musik mit (handgemachtem) Schlagzeug.

  • Das kenne ich, auch ich bin definitiv kein Blaster, höre mir aber sehr gern Musik aus diesem Spektrum an.👍


    Als Beispiel lasse ich hier etwas Lokalpatriotismus walten:


    ELUVEITIE - Rebirth (OFFICIAL VIDEO)
    Official music video for 'Rebirth', taken from the album 'Ategnatos': https://eluveitie.bfan.link/ategnatos.yde SUBSCRIBE to NUCLEAR BLAST: http://nblast.de/...
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    P.S.: Leider schaffe ich es nicht, mit dem Mobiltelefon ein Video richtig einzubinden… :rolleyes:

    Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir aber noch nicht ganz sicher. - Albert Einstein

    Meine Lieblinge: Schattinho's Arsenal...

  • Bossa nova. Fällt mir nach spätestens 5 Minuten der Fuß ab.

    Witziger Weise macht bei BN der rechte Fuß ziemlich das gleiche wie bei Bleed.

    Sonst habe ich großen Respekt vor Jazzern, die mit unverstärkten Bass und Piano mitspielen können,

    ohne alles zu zerreißen, und höre mir das sehr gerne an.


    Wem das erste Video zu viel Geschrei ist, ich habe tatsächlich was vom gleichen Album als "Drums only" aufgenommen, um die filigranen Parts zu veranschaulichen, die in der Wand aus Gitarren untergehen:


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  • Schöner Thread! Generell alles metalige:

    Bleed from within, Sylosis (beide Ali Richardson an den Drums - ein Tier! :o ), Lamb of god (Art Cruz - ebenfalls :) ), Vola (Adam Janzo), …

    nur um mal ein paar zu nennen, die ich sehr gerne höre

  • …es ging ja um Musik – da wäre ich schon mal mit diesem Angebot dabei :love:

    (Bin nicht sooo für Breitensport, nur manchmal und je nach Stimmung)


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  • Tausendmal gehört und immer noch Frage ich mich, wie Barriemore Barlow das (und so vieles weitere von Jethro Tull) so flüssig, natürlich, organisch klingend spielen konnte.


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    "You don't have to show off" - Peter Erskine

  • Interessant. Komme gerade von einem Gig. Ich erlaube mir mal zwei Kommentare.

    Alles von Deep Purple. Einfach nicht zu fassen.

    Auf jeden! Bin u.a. mit dieser Band aufgewachsen und hatte DP in jungen Jahren auch mal live gesehen. Ian Paice hat so einen speziellen angeshuffelten Groove, das ist Feeling pur.


    Tausendmal gehört und immer noch Frage ich mich, wie Barriemore Barlow das (und so vieles weitere von Jethro Tull) so flüssig, natürlich, organisch klingend spielen konnte.

    Jethro Tull hatte ich mal vor ein paar Jahren auf der Creuzburg bei Eisenach gesehen. Da war ein junger Schlagzeuger dabei und das Konzert war nach meiner Wahrnehmung noch progressiver als die Alben. Richtig krass, was die Band abgeliefert hat.


    Ich mach mal weiter:


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  • Ich habe fast noch nie in einer (i.d.R. Cover-)Band/Gruppe gespielt, deren Musik ich privat gehört habe. Dabei waren Akkordeonorchester, Punkband, Oldschool Thrash Metal, Blasorchester, 70s Rock a la ZZ Top und so. Privat höre ich teils Sachen (höre alle Genres), die sowohl Richtung Jazz als auch Metal völlig von meinen Skills entfernt sind.


    Jazz:

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    Metal:

    https://www.google.com/url?q=https://www.youtube.com/watch%3Fv%3D1p03KeMM-_U&sa=U&sqi=2&ved=2ahUKEwic0IGix_yWAxUNSvEDHSPgO_QQ78AJegQIDxAB&usg=AOvVaw2K1cJS32D2KdL_vJL-yUDV

  • "Musik, die ihr gern hört, die aber außerhalb

    eures spielerischen Stils und eurer Fähigkeiten liegt"


    Mhm. So ganz erschließt sich mir der Sinn des

    Threads nicht, aber die meisten Vids gefallen mir

    gut. Das is ja schoma was.


    90 Prozent der Musik, die ich mir anhöre, kann

    ich nicht spielen. Das liegt wahrscheinlich daran,

    dass ich weder Jeff Porcaro, Vinnie, Stewart Copeland,

    Steve God, Weckl, Chambers, Rod Morgenstein,

    Andy Newmark, Steve Jordan, Ringo, Ian der Größte...

    (hier könnten jetzt noch 400 weitere folgen) bin.


    Soll ich jetzt von allen hier ein Video posten oder

    schnell mal aufs Internet verlinken?


    Zum Einstieg... mach ich später, muss jetzt los.


    fwdrums

    nontoxic: kurze lange CD-Pause

  • Ich könnte es gar nicht sagen, Musik hören und spielen sind bei mir zwei komplett unabhängige Welten. Vielleicht bin ich ein komischer Drummer, ab ich höre Musik überhaupt nicht wegen des Schlagzeugs (außer natürlich ich muss ein Programm vorbereiten). Und bei der einfachen Musik, die ich so spiele, bedeutet Vorbereitung meist mehr Form verstehen und merken als Spieltechnik üben.


    In jungen Jahren habe ich regelmäßig zur Konserve getrommelt, das war oft so Jazzrock-Zeug wie Return To Forever, Pat Metheney oder Barbara Thompson. Das hat sich bei sicher nicht alles so souverän angehört, wie der Originaldrummer es gespielt hat, und ein versierter Schlagzeuger hätte es wahrscheinlich als rumloosen entlarvt.

    Auch heute gibt es vermutlich mehr als genug Zeug, was mich extrem fordern würde, aber wie oben beschrieben, mache ich mir darüber beim Hören keinerlei Gedanken. Gut, Hochgeschwindigkeitsmetal mit Doublebass-Akrobatik werde ich nicht mehr lernen, aber das höre ich auch nicht privat.


    Ein Stück, dass ich mit Sicherheit entweder faken oder üben müsste, ehe ich es öffentlich aufführe, ist Don't Stop Believin' in der originalen Orchestrierung von Steve Smith, aber fält das schon unter die Eingangsfrage, wenn ich ein Stück nicht ungeübt flüssig hinbekomme? Und weil Vinnie genannt wurde: Seven Days wäre deutlich over the top, wenn ich es Note für Note nachspielen müsste, aber da ich keine Drumcover mache, kann mir das egal sein. Den Grundgroove bekomme ich ganz ok hin.

  • Danke, dass du mir die Tipparbeit abgenommen hast. :thumbup:

  • Ein Stück, dass ich mit Sicherheit entweder faken oder üben müsste, ehe ich es öffentlich aufführe, ist Don't Stop Believin'

    Haha, hab' ich Jahre immer wieder mal hingefaked (weil nie fest einem Repertoire verankert) und immer gehofft, dass kein Drummer im Saal ist :P Letztes Jahr hab ich's mir (für ein Programm) draufgeschafft. War echt ungewohnt offen ^^ sobald Dich daran gewöhnt hast macht's sogar richtig Spaß. :thumbup:

  • Nahezu alles in Odd Time Signature, insbesondere wenn es um Improvisation in diesen Metren geht - ich sehe da für mich einfach nicht den Mehrwert, um die Zeit zu investieren.


    Mit Death Metal Drumming habe ich ebenso abgeschlossen, auch wenn ich die Musik nach wie vor gerne höre. Spiele seit 10 Jahren auch kein Doppelpedal mehr. Ich fand es immer recht frustrierend und auch langweilig, täglich Stunden in ausschließlich Single Strokes zu investieren.


    Wie findet ihr eigentlich Ken Bedene? :D


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  • Ein Stück, dass ich mit Sicherheit entweder faken oder üben müsste, ehe ich es öffentlich aufführe, ist Don't Stop Believin'

    Haha, hab' ich Jahre immer wieder mal hingefaked (weil nie fest einem Repertoire verankert) und immer gehofft, dass kein Drummer im Saal ist :P Letztes Jahr hab ich's mir (für ein Programm) draufgeschafft. War echt ungewohnt offen ^^ sobald Dich daran gewöhnt hast macht's sogar richtig Spaß. :thumbup:

    Ich hab mal in der Band eines Freundes ausgeholfen und

    mir dafür die Nummer draufgeschafft. Sie ist ungewohnt

    zu spielen und das Drumming sehr eigen. Aber es gefällt

    mir eigentlich gar nicht. Es wirkt für mich wie eine reine

    Kopfgeburt und fühlt sich an wie ein Schreibmaschinenkurs.

    Die Geschmäcker sind verschieden.


    Mich hätte mal interessiert, was Jeff Porcaro bei der Nummer

    gespielt hätte.


    Und wenn wir schon dabei sind: Was Jim Gordon bei

    Rikki Don’t Lose That Number spielt, ist richtig gut.

    Aber ich höre immer wie das Stück schreit: "Steve, spiel mich!"

    Es ist nicht Smith gemeint, sondern ein anderer Steve. :)


    fwdrums


    Edith meint, ich hätte vergessen, was zu Ken Bedene zu schreiben.

    Ich finde es erstaunlich, was man dem menschlichen Körper so

    alles beibringen kann. Aber es beeindruckt mich ungefähr so, wie

    ein Zimmermann, der in einer Minute 1200 Nägel ins Gebälk kloppen

    kann.

    nontoxic: kurze lange CD-Pause

  • Redbone-Prehistoric Rhythm


    Als ich den Song das erste Mal gehört habe, war ich fest entschlossen, zumindest den Grund-Groove-Pattern spielen zu können.

    Drauf gestoßen bin ich durch dieses

    Zitat: "The Most important Drum Beat I ever learned"

    >>KingKong-Beat<<

    Ein wahrer Gamechanger :saint:


    Bleed wurde schon genannt. Da kann ich noch nicht mal sagen, ob es die Herta-Figur in den Füßen oder der es Song selbst, ist was ich so mag.


    Was bei den beiden oben genannten sehr schwer ist in die Songs einzusteigen ist, dass es so viel Vorarbeit bedarf bis man sich ansatzweise überhaupt mit dem Song beschäftigen kann.

    Mal abgesehen, dass Bleed ein mords tempo an den Tag legt.


    Mal anders gefragt. Gibt es Songs die man absolut nicht mag, aber den zu spielenden Drum-Pattern total knorke findet?

    Pattern die sozusagen eine gewisse Berühmtheit erreicht haben oder zumindest sehr interessant sind.

    z.B. Der"Rosanna-Pattern".

  • Die meisten Songs, wo mehr oder weniger "berühmte" Drums drin vorkommen, die mag ich nicht nur wegen den Drums oder diesem einen Groove oder so. Ich höre ungern sowie selten Musik, wo mir das Gesamtkonzept nicht gefällt und plötzlich ist da ein herausragender Drum Part.

    Zumeist schmeiß ich mich weg vor Bewunderung eines Songs an sich....wenn darin nur völlig unspektakuläre Drum-Begleitung dazu spielt ist das für mich 10x besser als ein schlechter Song wo aber über 16 Takte irgendwas "ach so Spezielles" an den Drums daherkommt.

    Bis auf wenige 80er Jahre Ausnahmen würde ich z.B. Queen & Roger Taylor aufgreifen. Die Jungs haben alles wegkomponiert was möglich war, zu ihrer Zeit.

    An den Drums war ALLES vorhanden. Von schwierigen und auffälligen Parts bis hin zu völlig normalem Begleitungs Bumm-Tschak.

    Und immer wieder scheppert mir die Kinnlade am Boden, wenn ich von Queen I weg einfach in "vollen Alben" die Diskografie laufen lasse. Alter Schwede....

    Dann merkt man, dass es einfach zusammen passen muß. Der eine Drum Part ist immer Wahnsinn, wenn er halt in der Musik genau perfekt passt. Wenn ohnehin schon gutes Material vorliegt, brauch ich keine extravaganten Drum Parts.

    Man ziehe sich einfach nur mal The Millionnaire Waltz in voller Länge rein. Dann ist man inhaltlich erst mal versorgt.


    Ich war vor sehr vielen Jahren mit D. Garibaldi in Graz nach einem ToP Konzert ein Bier trinken.

    Das waren musikalisch und menschlich sehr einprägsame 2 Stunden.

    Der Mann ist ein sehr beeindruckender Musiker.

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